Zanderangeln: 6 Tipps für kapitale Zander


Beim Zanderangeln spezialisiert ihr euch auf einen wirklich starken Raubfisch. Der Zander wird teilweise bis zu 20 kg schwer und liebt tiefe Seen, Kanäle und Flüsse. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich vor allem auf Ost-, Zentral und Nordeuropa.

Um erfolgreich beim Zanderangeln zu sein, solltet ihr vor allem auf Natur- und Kunstköder setzen. Aber auch beim Fliegenfischen könnt ihr kapitale Exemplare fangen. Um beim Zanderangeln erfolgreich zu seinen werden wir zunächst etwas auf den Zander eingehen.

Denn nur wer seinen Gegner kennt, kann sich auch vernünftig auf diesen einstellen. Deshalb erhaltet ihr jetzt einige Infos über den Zander.

Hintergrundinfos, Ursprung, Merkmale und Raubzeiten

Ursprünglich kommt der Zander aus der Gegend des Donaubeckens sowie dem osteuropäischen und westasiatischen Raum. Der Zander gilt als aktiver Raubfisch. Deshalb ist er auch bei vielen Gewässerbewirtschaftern eher ein unbeliebter Raubfisch.

Das liegt daran, dass er teilweise die gesamten Besatzmaßnahmen auffrisst. Seine Lieblingsstandorte sind tiefe Seen, Flüsse und Kanäle. Daher solltet ihr beim Zanderangeln auch auf diese Standorte setzen. In Deutschland verbringt der Zander seine meiste Zeit in tiefen Gräben.

Während der Laichzeit halten sie sich vorzugsweise in flachen Gewässern auf. Hier halten sie sich aber maximal nur 2 Wochen auf. Ein auffälliges Merkmal beim Zander sind seine Augen. Sie sind auch als sogenannte Glasaugen bekannt.

Diese entstehen durch das reflektierende Licht und sind daher auch sehr empfindlich gegenüber Lichtverhältnissen. Deshalb rauben sie auch vorzugsweise in der Nacht wodurch das Zanderangeln deshalb meisten in den Abendstunden und über Nacht ausgeübt wird.

Weitere auffällige Merkmale beim Zander sind die Kiemendeckel ohne Dorn sowie sein schlanker Körper den ihn zu einem sehr wendigen Raubfisch macht.

Zanderangeln Ausrüstung

Wer Zanderangeln will sollte sich zunächst entscheiden ob er vom Boot oder vom Ufer aus angeln gehen möchte. In jedem Fall benötigt ihr eine schnell wendige und nicht allzu schwere Zanderrute. Wenn ihr am Ufer angeln gehen wollt, sollte eure Rute zwischen 2,40 m und 2,80 m lang sein.

Vom Boot aus empfehlen wir doch wesentlich kürzere Ruten. Diese sollte zwischen 2,00 m und 2,40 m lang sein. Dadurch habt ihr auf den oftmals sehr kleinen Bootsraum noch wesentlich mehr Spielraum.

Sehr gute Erfahrung haben wir mit der Berkley Cherrywood Hd 453 100/200 Feeder Rute gemacht. Diese ist mit einem Wurfgewicht bis 200g wirklich ideal. Hier noch ein Bild von ihr:

Berkley Cherrywood Hd 453 100/200 Feeder

Berkley Cherrywood Hd 453 100/200 Feeder

Die Rolle sollte ebenfalls etwas kleiner gewählt werden. Wir haben sehr gute Erfahrung mit kleinen Stationärrollen gemacht. Wenn ihr vom Boot aus Zanderangeln wollt, wählt ein 1000er bis 3000er Modell. Vom Ufer sollte es schon etwas größer sein. Wir können zum Beispiel die Shimano Stradic Ci4 Frontbremsolle empfehlen.

Shimano Stradic Ci4+ 4000 Fa

Shimano Stradic Ci4+ 4000 Fa

Die Schnur zum Zanderangeln sollte zwischen 0,10 und 0,15 Millimetern dick sein. Ihr solltet euch darüber hinaus auch für ein Stahlvorfach entscheiden. Das liegt daran, dass in der Zandergegend auch oft Hechte vorkommen.

Ein hochwertiges Komplettset ist das Balzer/Cormoran Angelkomplettset (mit Steckrute für Zander). Damit könnt ihr mit dem Zanderangeln direkt starten.

Welche Köder brauchst du zum Zanderangeln?

Als Standardköder haben sich vor allem Naturköder, bzw. Köderfische etabliert. Auch Fetzen von toten Fischen haben sich als hervorragend herausgestellt. Jetzt fragt ihr euch sicherlich warum diese Art von Köder besser ist als bspw. Gummifische?

Das liegt daran, dass die Naturköder noch einige Duftstoffe ausströmen die den Raubfisch anlocken und das Zanderangeln dadurch erheblich begünstigen. Folgende Köderfische haben sich als besonders tauglich erwiesen:

  • Gründlinge
  • Barsche
  • Rotaugen
  • Rotfedern

Die Köderfische können ruhig bis zu 14 cm lang sein, da vor allem große Zanderfische auch solche größeren Exemplare fressen. Welcher Köder sich teilweise auch als sehr gut erwiesen hat sind die Gummifische. Diese gibt es in vielen unterschiedlichen Ausführungen.

Diese haben sich beim Zanderangeln aber schon oft als sehr gut erwiesen. Nachfolgend eine kurze Übersicht über die besten Zanderköder aus Gummi:

  • 15 cm Renosky-Barsch
  • Zandershad
  • Attraktor
  • laminierte Gummifisch
  • langen Gummifische (22cm)

Welche Montage brauchst du zum Zanderangeln?

Für das Zanderangeln hat sich vor allem die Sbirolino Montage bewährt. Diese wird auch als Hecht Montage eingesetzt. Sie kommt eigentlich aus der Fliegenfischerei und ist wirklich einfach umzusetzen.

Deshalb hat sie sich beim Zanderangeln wahrscheinlich auch schon oft als sehr gut erwiesen. Ihr benötigt dafür einen Sbirolino, eine Stopperperle, einen Dreifachwirbel, Blei sowie Vorfachhaken für ein langes Vorfach. Wie ihr alles zusammenbaut, könnt ihr im nachfolgenden Video sehr anschaulich sehen:

Wir haben vor kurzem auch noch einen Artikel über die Zander Montage geschrieben. Schau doch mal rein.

Wo ist man beim Zanderangeln i.d.R. erfolgreich?

Um beim Zanderangeln erfolgreich zu sein, müsst ihr wissen wo sich der Raubfisch am liebsten aufhält. Der Zander hält sich vor allem an tiefen Seen, Flüssen und Kanälen auf. In Deutschland ist der Zander meistens in tiefen Gräben zu finden.

Oft lauert er auch einfach auf dem Grund um auf Beutezug zu gehen. Während der Laichzeit halten ist der Zander meistens in flachen Gewässern auf. Hier halten sie sich aber maximal nur 2 Wochen auf und verschwinden dann wieder zu ihren bevorzugten Standorten.

Darüber hinaus ist der Zander vorzugsweise, abends, nachts und in den frühen Morgenstunden aktiv.

Zander Schonzeiten

In der Regel sind die Zander Schonzeiten von April bis Mai. Es gibt aber in verschiedenen Bundesländern einige Ausnahmen. Wir haben wir euch alles übersichtlich zusammengefasst:

  • Bayern 01.04. bis 30.04.
  • Berlin 01.01. bis 31.05.
  • Brandenburg 01.04. bis 31.05.
  • Bremen 01.02. bis 15.05.
  • Hamburg 01.01. bis 15.05.
  • Hessen 15.03. bis 31.05.
  • Mecklenburg-Vorpommern 23. Apr bis 22.05.
  • Niedersachsen 15.03. bis 30.04.
  • Nordrhein-Westfalen (NRW) 01.04. bis 31.05.
  • Rheinland-Pfalz 01.04. bis 31.05.
  • Saarland 01.04. bis 31.05.
  • Sachsen 01.02. bis 31.05.
  • Sachsen-Anhalt 15.02. bis 31.05.
  • Schleswig-Holstein 15.02. bis 15. Mai
  • Thüringen 01.04. bis 31.05.

Zander Mindestmaß

Das Zandermaß beträgt in der Regel 40 bis 50 cm. Nachfolgend eine entsprechende Übersicht damit ihr beim Zanderangeln auch nicht falsch macht und zu kleine Zander wieder zurück ins Wasser schmeisst.

  • Baden Württemberg – 45 cm
  • Bayern 50 cm
  • Berlin 45 cm
  • Brandenburg 45 cm
  • Bremen 40 cm
  • Hamburg 40 cm
  • Hessen 40 cm
  • Mecklenburg-Vorpommern 45 cm
  • Niedersachsen 40cm
  • Nordrhein-Westfalen (NRW) 40 cm
  • Rheinland-Pfalz 45 cm
  • Saarland 45 cm
  • Sachsen 50 cm
  • Sachsen-Anhalt 50 cm
  • Schleswig-Holstein 40cm
  • Thüringen 45 cm

Wir hoffen dass euch unser Bericht über das Zanderangeln gefallen hat. Mehr Ausrüstung zum Zanderangeln findet ihr auch bei uns im Angel-Shop.

Video

Hier noch ein sehr gutes, aber längeres Video zum Zanderangeln:

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