Hechtangeln – 6 Tipps für kapitale Hechte (Ausrüstung, Köder, Standorte…)


Zum Hechtangeln wollen wir euch hier einige Tipps ans Herz legen wie ihr wirklich kapitale Hechte fangen könnt. Neben dem Hechtangeln haben wir uns in der Vergangenheit schon mit einer sehr guten Hecht Montage beschäftigt. Einfach mal reinschauen.

Darüber hinaus haben wir wirklich tolle Hechtangeln Videos zusammengestellt. Hier sollte eigentlich für jeden was dabei sein. Nun aber zu unseren Tipps zum Hechtangeln.

Hierzu werden wir auf die besten Hechtruten, sprich eine gute Ausrüstung zum Hechtangeln näher beleuchten, die fängigsten Hechtköder, die besten Orte an denen man gut auf Hecht angeln kann sowie Schonzeiten und Mindestmaße vorstellen.

Hechtangeln - Hecht

So sieht der Hecht aus

1. Tipps zur Ausrüstung beim Hechtangeln

In der Regel werden folgende Ausrüstungsgegenstände beim Hechtangeln verwendet:

    • Fischereischein
    • Fischereierlaubnisschein
    • stabiler Kescher
    • Maßband
    • Messer
    • Hakenlöser
    • belastbare / beringte Hechtrute
    • Rolle mit Bremse
    • Hechtschnur zum Hechtangeln (in der Regel 0,35 – 0,4 mm
    • Köder: Köderfische, Blinker, Weichplastikköder (Twister und Shads), Wobbler oder Spinner

In jedem Fall sollte zu eurer Standardausrüstung ein stabiler Kescher, ein Maßband, ein Messer und ein Hakenlöser gehören. Diese gibt es eigentlich überall. Notfalls zudem im Angelshop.

Da der Hecht ein sehr starker Fisch ist und sich mit all seiner Kraft bei einem Biss wehrt, solltet ihr eine starke und belastbare Rute wählen. Diese ist auch für das weite Auswerfen der Köderfische ausschlaggebend.

Eine leichte Spinnrute ermöglicht, dass ihr lange und vor allem ermüdungsfrei angeln könnt. Wir können die Jenzi Spinnrute Rute Okinawa JPX, 25-60g 2,40m zum Angeln auf Hecht empfehlen. In der Regel reicht vom Ufer oder Boot aus eine Rute unter 3 m Länge.

Wenn ihr eine wirklich besondere Rute zum Angeln haben wollt, dann schaut euch die DAM FFUTRON N3 C–H an. Sie ist wirklich erstklassig verarbeitet und ein absolutes Spitzenmodell. Hier ein Bild:

DAM FFUTRON N3 C--H 2,00m 30-80G Cas

DAM FFUTRON N3 C–H 2,00m 30-80G Cas

Das Wurfgewicht sollte passend zum Gewicht des Köders ausgewählt werden. Darüber hinaus empfehlen wir eine Rolle mit verstellbarer Bremse einzusetzen. Zum Hechtangeln werden in der Regel Stationärrollen oder Multirollen verwendet.

Beide funktionieren zum Hechtangeln hervorragend. Dadurch könnt ihr die Traktion bei einem Angriff während dem Hechtangeln auf unterschiedlichen Ebenen regulieren. Wir können hier die Shimano Stradic Ci4+ 4000 Fa  empfehlen. Auch bei diesem Modell handelt es sich um eine Frontbremsrolle der Extraklasse.

Shimano Stradic Ci4+ 4000 Fa

Shimano Stradic Ci4+ 4000 Fa

Darüber hinaus ist eine Hechtschnur mit einer Schnurstärke von 0,35 bis 0,4 mm empfehlenswert.

Diese sollte auch bei besonders großen und kapitalen Exemplaren nicht reißen. Auf die unterschiedlichen Hechtköder werden wir gleich noch näher eingehen. Aber empfehlenswert sind vor allem Köderfische und Jerkbaits. Wichtig beim Angeln auf Hecht ist zudem, dass ihr ein Stahlvorfach verwendet da ein Hecht durch seine sehr starken Zähne das Vorfach schnell durchbeißen kann.

Hechtangeln - Hechtrute

Eine typische Hechtrute

Auch eine Spinnrute kann zum angeln auf Hecht eingesetzt werden

Hechtangeln - Spinnrute

Hier siehst du eine Spinnrute

2. Tipps für Hechtköder

Bei den Hechtködern sind folgende für das Hechtangeln am besten geeignet:

      • Jerkbaits
      • Köderfische
      • Wobbler

Jerkbaits

Die Jerkbaits werden in der Regel direkt unterhalb der Wasseroberfläche geführt. Sofern der Hecht zubeißt kommt der Anbiss sehr aggressiv bei Jerkbaits. Ihr werdet den Biss beim Hechtangeln sofort spüren und solltet daher die Rute sehr gut festhalten.

Im Frühjahr sind die Bisse normalerweise am stärksten und am häufigsten da der Hecht in dieser Zeit besonders stark auf Raubzug ist. Wenn du wirklich gute Jerkbaits suchst, dann können wir dir das Jerkbaits Set zum Hechtangeln empfehlen. Nachfolgend noch ein Bild:

Köderfisch

Ein zweiter Köder ist der Köderfisch. Er gilt nach wie vor als Geheimtipp unter den Hechtködern beim Hechtangeln und eignet sich daher hervorragend zum Hechtfang. Die Hechte beißen einfach auf „echtes“ Futter am besten.

In Deutschland ist allerdings der Einsatz von lebenden Köderfischen zum Hechtangeln verboten. Daher solltet auch ihr den Köderfisch in einem nicht mehr lebendigen Zustand verwenden.

Folgende Köderfische haben sich als hervorragend herausgestellt:

  • Plötze
  • Brasse
  • Gründling
  • Barsch
  • Rotfeder

Diese Hechtköder kommen meistens in den Gewässern in denen der Hecht selber aktiv ist, am häufigsten vor und stehen auf seiner Nahrungsliste ganz oben.

3. Welche Methoden sollten zum Hechtangeln verwendet werden?

Das Hechtangeln ist weltweit sehr beliebt. Um ihn zu fangen wird sowohl das Spinnfischen als auch das Stippfischen praktiziert. Hierbei ist das Spinnfischen besonders aufregend. Nachfolgend stellen wir noch einige Tipps zu Methoden beim Angeln auf Hecht vor. Hier nochmal beide Methoden aufgelistet:

  • Spinnfischen
  • Stippfischen

Spinnfischen

Grundsätzlich solltet ihr die Methode in Abhängigkeit von dem Gewässer machen in dem ihr Hechtangeln gehen wollt. Das Spinnfischen wird in der Regel mit Kunstködern praktiziert. Hierzu gehören beim Angeln auf Hecht vor allem Wobbler / Tauchwobbler.

Beim Hechtangeln ist der Einsatz von Gummifischen und Wobblern am besten. Wir haben dadurch selber schon sehr kapitale Hechte fangen können. Allerdings gibt es noch eine Methode die sich als effektiver herausgestellt hat. Nämlich das Stippfischen.

Stippfischen

Das Stippfischen wird in der Regel vollkommen ohne Angelrolle durchgeführt. Das bedeutet Rute ohne Rolle. Das gleiche gilt auch für das Hechtangeln. Dabei wird die Schnur an die Spitze eurer Angelrute geknotet.

Wichtig ist dass ihr beachtet dass die Schnur maximal so lang wie die Hechtrute selber ist. Das Stippfischen wird in den meisten Fällen mit Köderfisch praktiziert. Der Vorteil an einem Köderfisch ist, dass dieser meistens dem Kunstköder überlegen ist.

Ja wirklich, die meisten Hechte beißen am besten bei einem echten (toten) Fisch. Dabei wird der Köderfisch einige Zentimeter über dem Grund angeboten. Ein weiterer Tip zum Hechtangeln ist wenn ihr den Köder direkt auf dem Grund anbietet.

Um den Biss vom Hecht auch sichtbar zu machen, werden kleine Posen eingesetzt die euch direkt anzeigen wenn der Hecht angebissen hat. Wenn der Hecht dann endlich angebissen hat, solltet ihr Ruhe bewahren. Ihr könnt den Widerstand beim Hechtangeln erheblich reduzieren indem ihr einen Gummizug in die oberen Teile der Angelrute einhakt.

Nachfolgend noch ein schönes Hechtangeln Video zum Thema zupfen:

4. Orte zum Hechtangeln

Neben dem eigentlichen Ort ist beim Hechtangeln auch wichtig welcher Standort der Fisch hat. Viele Angler nutzen hierfür einen Fischfinder (Echolot) um die Hechte ausfindig zu machen. Hierdurch erhaltet ihr viele nützliche Informationen.

Beispielsweise wie die Bodenbeschaffenheit ist und welche Struktur vorliegt. Am besten ist es Hechte in der Nähe von Hindernissen und Möglichkeiten zum verstecken zu suchen. Hier halten sich die Hechte gerne und lange auf um bei geeigneter Nahrung blitzschnell zuzuschlagen.

An Schilfbänken bzw. Schilfrändern und abgestorbenen Bäumen konnten schon schöne und kapitale Hechte gefangen werden. Da der Hecht ein Standfisch ist, hält er sich gerne an Ufernähe von Flüssen sowie Seen und Teichen auf. Hechte gibt es auch im Brackwasser.

Hechtangeln - Ufer am Wald

Hechtangeln – Ufer am Wald

Hier nochmal die wichtigsten Standorte kurz zusammengefasst:

  • große Seen
  • Teiche
  • Fließgewässer
  • Freiwasser
  • Uferbereich / Uferregion
  • Schilfränder / Schilfbänke
  • Teiche
Hechtangeln - Ufer mit 2 Hechtruten

Ufer mit 2 Hechtruten

5. Hechtangeln Schonzeiten

In Deutschland muss beim Hechtangeln die jeweilige Hecht Schonzeit beachtet werden. Da diese in jedem Bundesland verschieden sind, findet ihr nachfolgende Übersicht die euch deutschlandweit behilflich sein sollte:

6. Mindestmaß beim Hechtangeln

Auch das Mindestmaß, also ab wann der Hecht gefangen werden darf, ist in Deutschland von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Wir haben für euch die aktuellen Mindestmaße zusammengestellt:

  • Baden-Württemberg: 50 cm
  • Bayern: 50 cm
  • Brandenburg: 45 cm
  • Berlin: 45 cm
  • Bremen: 60 cm
  • Hamburg: 50 cm
  • Hessen: 50 cm
  • Mecklenburg-Vorpommern: 45 cm
  • Niedersachsen: 45 cm
  • Nordrhein-Westfalen: 45 cm
  • Rheinland-Pfalz: 50 cm
  • Saarland: 50 cm
  • Sachsen: 50 cm
  • Sachsen-Anhalt: 50 cm
  • Schleswig-Holstein: 45 cm
  • Thüringen: 45 cm

 

Hechtangeln - Mindestmaß

Gefangener Hecht

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