Bodentaster Montage – Top 3 zum Angeln auf Forelle im Sommer & Winter

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Die Bodentaster Montage ist eine sehr beliebte Angelmontage, die sich vor allem beim Forellenangeln durchgesetzt hat. Denn du kannst sie sowohl im Frühjahr, im Sommer, im Herbst als auch im Winter am Forellensee bzw. Forellenteich einsetzen.

Aber hauptsächlich wird sie bei Forellen im Winter eingesetzt. Der Grund ist denkbar simpel: Gerade in sehr kalten Gewässern schwimmen die Forellen in der Regel bis zum Grund um dort auf wärmeres Wasser zu warten. Daher macht es durchaus Sinn auf die Grundmontage am Grund anzubieten. Und dafür zeigen wir dir nachfolgend genau worauf es ankommt.

Übrigens: Wenn du stets die richtige Montage griffbereit haben willst, dann empfehlen wir dir auch unser Buch „die besten Angelmontagen„. Hier findest du eine Fülle von Montagen, stets für das richtige Einsatzgebiet.

So musst du dich nie wieder fragen welche Montage jetzt am besten wäre. Aber zunächst wollen wir das Grundlegende klären:

Was ist eine Bodentaster Montage?

Bei einer Montage mit Bodentaster handelt es sich um eine Grundmontage die normalerweise am Forellensee zum Grundangeln als Vorfach eingesetzt wird. Darüber hinaus wird sie sehr häufig im Winter benutzt. Denn zu dieser Jahreszeit stehen die Forellen meistens dicht über dem Grund.

Aber sie kann natürlich auch zu anderen Jahreszeiten wie im Frühjahr, im Sommer und im Herbst benutzt werden.

Dabei wird ein sog. Bodentaster direkt an der Montage befestigt der widerstandslos auf den Grund sinkt. Der „Taster“ hat vom Prinzip her viel Ähnlichkeit mit einem typischen Grundblei welches einen ähnlichen Zweck hat.

Prinzipiell handelt es sich aber um eines längeres Wurfgewicht speziell für den Grund.

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Bodentaster angeln
Ein einfacher Bodentaster zum Angeln

Das schöne ist, dass sie sich prinzipiell am Gewässergrund aufrichten und somit Hänger und Schnurdrall vermeiden. Auch ist der Bissanzeiger dadurch besonders sensibel (dazu aber später noch mehr).

Darüber hinaus eignet sie sich nicht nur für Forellen. Auch Barsche (bspw. beim Barschangeln) Aale (bspw. beim Aalangeln) Hechte (bspw. beim Hechtangeln) und Zander (bspw. beim Zanderangeln) können mit ihr überlistet werden.

Sie hat den Vorteil, dass so gut wie jeder Anbiss auch gedrillt werden kann und es dadurch nur sehr wenige Fehlbisse gibt. Denn die Angelschnur kann von dem jeweiligen Fisch widerstandslos abgezogen werden.

Dadurch schöpfen die Fische keinen Verdacht und können einfacher gehakt werden.

1. Bodentaster Montage in der „einfachen“ Variante

Die Montage in der einfachen Variante hat sich vor allem im Winter sehr bewährt und funktioniert daher auch an kalten Tagen. Denn gerade an Tagen wo die Wassertemperatur bei ca. 5 bis 6 Grad liegt, ist die Montage besonders gut geeignet.

Denn an den kälteren Tagen ziehen sich die meisten Forellen lieber in die tieferen Regionen zurück. Ein weiterer Vorteil gegenüber einem klassischen Grundblei ist, dass der Bodentaster in der Regel wesentlich unauffälliger ist und die Forellen weniger Verdacht schöpfen als bei einer herkömmlichen Grundblei-Montage.

Daher hat sich diese Montage vor allem dann bewährt, wenn die Forellen eher vorsichtig beißen. Die Montage wird überwiegend an Kanten platziert. Allerdings ist sie generell etwas „auffälliger“ und kann dadurch von vielen Fischen schneller bemerkt werden. Die beiden nachfolgenden Varianten haben nämlich dieses Problem nicht.

Material für die Montage

Nachfolgend findest du alles was du für das Angelvorfach benötigst:

Mehr Material benötigst du für die Montage in der Regel nicht.

Aufbau

Die Bodentaster-Montage in der einfachen Form ist vom Aufbau relativ unkompliziert.

Die nachfolgende Illustration veranschaulicht dir den kompletten Aufbau der Montage mit Bodentaster. So kannst du sie ganz einfach nachbauen.

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Bodentaster Montage einfach
Eine einfache Bodentaster Montage mit wenig „Vorfachmaterial“

Für den Aufbau muss zunächst der Bodentaster auf die Hauptschnur gezogen werden. Dabei gilt: Umso rauer das Gewässer umso schwerer sollte der Bodentaster sein. Beginnen kannst du mit 6 g und dann schaust du wie du damit zurechtkommst. Möglicherweise musst du anschließend das Gewicht ein wenig erhöhen.

Anschließend fixierst bzw. stoppst du den Bodentaster durch eine Stopperperle. Dadurch reist der Bodentaster nicht das komplette Vorfach beim Auswerfen ab.

Jetzt kannst du entweder eine Wasserkugel in Kombination mit einem Wirbel verwenden oder du entscheidest dich für auftreibende Forellenpaste. Wir haben mit beiden Kombinationen gleich gute Erfahrungen gemacht.

Am Ende ist noch ein passender Forellenhaken inklusive Köder (bspw. Tauwurm: Anzeigehier gibt es ein faires Angebot) zu befestigen.

2 . Erweiterte Bodentaster-Montage zum Forellenangeln (passiv)

Die erweiterte bzw. verbesserte Bodentaster Montage zum Forellenangeln ermöglich es dir den Abstand vom Grund besser einzustellen. So kannst du den Köder sehr weit oberhalb oder sehr dicht am Grund anbieten.

Außerdem ist der Widerstand für die Forelle noch geringer als bei der ersten Variante. Dadurch schöpft die Forelle weniger Verdacht und kann einfacher gehakt werden.

Es handelt sich um eine passive Variante. Dadurch musst du weniger aktiv werden (wie bspw. beim Schleppen).

Utensilien

Nachfolgend findest du alles was du für das Angelvorfach benötigst:

Vor allem das ovale Schrotblei dient hier als Ergänzung zur ersten Variante und unterscheidet sich dementsprechend.

Aufbau

Die folgende Illustration veranschaulicht dir den kompletten Aufbau der erweiterten auftreibenden Grundmontage (passiv). Der Unterschied liegt vor allem im ovalen Klemmblei begründet.

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Bodentaster Montage Forelle Sommer Winter erweitert passiv
Die erweiterte Bodentaster Montage zum Forellenangeln in der passiven Variante


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Für den Aufbau wird zunächst der Bodentaster (8 g) auf der Hauptschnur befestigt. Anschließend platzierst du einen Stopper (damit der Bodentaster beim Auswerfen nicht die komplette Montage zerstört). Direkt dahinter wird ein Wirbel befestigt.

Anschließend bringst du ein ovales Klemmblei an die Vorfachschnur an. Je nachdem wo du es positionierst kannst du den Abstand zum Grund nochmal zusätzlich stark variieren. Gerade, wenn du den Köder sehr dicht am Grund anbieten willst, musst du das Schrotblei wesentlich näher am Köder positionieren.

Hier solltest du am Forellensee / Forellenteich einfach verschiedene Varianten ausprobieren. Wer Sorge hat, dass das Klemmblei die Schnur aufraut, der kann wahlweise auch ein Slide Sinker von Quantum verwenden. Dieses kann relativ einfach auf dem Vorfach verschoben werden.

Anschließend befestigst du über einen Wirbel das Popup oder wahlweise die auftreibende Paste. Dadurch kann der Köder „schwebend“ angeboten werden.

Direkt darüber kannst du einen Tauwurm oder 1 bis 2 Maden positionieren. Gerade im Winter (aber auch im Sommer) ist sie sehr effektiv.

3. Bodentaster Montage zum Forellenangeln (aktiv zum Schleppen)

Die dritte Variante der Bodentaster Montage zum Forellenangeln ist die aktive Methode. Denn du kannst sie aktiv zum Schleppen einsetzen.

Auch zum Suchen der Forellen eignet sich diese Montage.

Ausschlaggebend für den Erfolg sind dabei zwei Wirbel. Davon sollte einer ein Dreifachwirbel sein um Schnurdrall zu verhindern. Denn durch die Drehungen an der Kurbel hebt sich der Bodentaster vom Grund ab und sinkt anschließend wieder zum Boden. Ohne Wirbel solltest du die Montage daher nicht verwenden

Außerdem befindet sich diesmal kein Blei an dem Vorfach.

Dieses Vorgehen ist perfekt um den Grund nach Forellen abzusuchen. Außerdem versinkt der Bodentaster dadurch nicht so einfach im Schlamm.

Eine feine bzw. sensible Rutenspitze (bspw. ein Winkelpicker oder eine Feederrute) ist hier stark von Vorteil. Wer aktiv mit der Montage angeln will, sollte wahlweise eine Schlepprute verwenden.

Was brauchst du für die Montage zum Schleppen?

Nachfolgend eine Auflistung mit allen Materialien die du zum Schleppen für diese Montage benötigst.

Neben Tauwürmern kann man auch Bienenmaden in L-Form anbieten. Diese haben sich vor allem im Winter bewährt. Denn der Köder bleibt in der Regel nur kurz am Grund durch das aktive Schleppen.

Aufbau

Das nachfolgende Bild zeigt dir den kompletten Aufbau der Bodentaster-Montage. Durch das aktive Schleppen sinkt der Köder nämlich zunächst auf den Boden. Sobald dann eine Pause eingelegt wird, steigt er in der Regel wieder auf.

 

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Forellenmontage Sommer Winter erweitert aktiv
Die erweiterte Bodentaster Montage zum Forellenangeln in der aktiven Variante

Auch hier fädelst du zunächst den Bodentaster auf die Hauptschnur auf. Anschließend befestigst du die Stopperperle und einen Wirbel. Beim Schleppen empfiehlt sich übrigens ein 3-Fachwirbel da viele Köder beim Schleppen stark rotieren.

Anschließend kommen das Vorfach sowie ein weiterer Wirbel auf die Montage. Wahlweise kannst du jetzt eine auftreibende Wasserkugel oder Paste verwenden. Oberhalb dieser ist ein Forellenhaken zu platzieren der den Köder (Tauwurm oder Bienenmade) anbietet.

Wer etwas komplett anderes ausprobieren möchte, der kann auch Styropor verwenden. Denn gerade die Paste zieht mit der Zeit Wasser auf.

Einsatz der aktiven Bodentaster Montage zum Schleppen

Wenn du die aktive Bodentaster Montage einsetzen willst, musst du die Montage zunächst auswerfen und anschließend auf den Grund sinken lassen.

Dabei bedienst du dich nun der „Stop and Go“ Technik:

  1. Kurbel dafür die Montage einen halben bis einen Meter ein (Richtung Grund)
  2. Halte die Montage ca. 15 bis 30 Sekunden still (in dieser Zeit steigt die Montage nach oben)
  3. Ziehe die Montage nun wieder 0,5 bis 1 m ein und pausiere anschließend
  4. Kurbel nun wieder ein… etc. etc.

Mit dieser Technik machst du die Forellen nicht nur auf dich aufmerksam, sondern du findest auch aktiv die „Hotspots“ wo sich die meisten Forellen aufhalten.

Nach dem Auswurf

Nach dem Auswurf (egal ob aktiv oder passiv) solltest du deine Rute einfach auf deinen Rod Pod (Rutenhalter) legen. Achte darauf, dass die Bremse geöffnet ist und dadurch Schnur abgezogen werden kann. Denn dadurch reduzierst du zusätzlich den Widerstand, wenn der Fisch anbeißt. Die Chance, dass er Verdacht schöpft, sinkt dadurch nochmal zusätzlich.

Einhänger-Ringe können dabei als Bissanzeiger verwendet werden. Diese sind ideal um auch schon aus weiterer Entfernung einen Anbiss zu erkennen. Einen klassischen Bissanzeiger kannst du dir dadurch sparen.

Außerdem solltest du darauf achten, dass die Spitze und die Schnur einen rechten Winkel bilden. So siehst du die Bisse in der Regel besser.

Welche Rute eignet sich für den Bodentaster am besten?

Wir können dir die AnzeigeQuantum Magic Trout Bottom empfehlen. Denn dabei handelt es sich um eine für das Grundangeln ausgelegte Forellenrute (für den Forellensee / Forellenteich):

  • Länge: 3,30 m
  • Wurfgewicht: 12-25 g

Insgesamt hat sie drei Wechselspitzen mit kleineren als auch großen Ringen. Durch die sensiblen Härte, sind auch relativ vorsichtige Bisse mühelos erkennbar. Hier alle 3 im Überblick:

  • Sensible Spitze: für das Grundangeln
  • Starke Spitze: für kapitale Forellen
  • Spitze mit besonders großen Ringen: um vereisten Ringe entgegenzuwirken

Für viele hat sich dieses Modell vor allem im Winter am Forellensee positiv hervorgetan. Denn durch die Spitze mit den großen Ringen kann die Schnur auch sauber geführt werden, selbst, wenn Eis im Spiel ist. Du findest sie außerdem noch im Quantum Katalog auf Seite 29.

Bonus-Tipps + Video

Außerdem solltest du nach Möglichkeit dünne und leichte Forellenhaken verwenden. Denn ansonsten kann es passieren, dass der Auftrieb nicht stark genug ist. Merke: Eine etwas zu leichter Haken ist besser als ein zu schwerer Angelhaken.

Wir verwenden außerdem Vorfächer zwischen 60 und 140 cm. Damit bist du in der Regel bestens ausgestattet. Zudem empfehlen wir die Forellenköder auch mal zu variieren. Das heißt neben Tauwurm und Bienenmade eignet sich auch Forellenteig und Fischeier (Rogen) für einen erfolgreichen Ansitz.

Schau dir außerdem noch das nachfolgende Video an. Es ist von BLINKER, geht gerade mal 12 Minuten und 27 Sekunden und zeigt dir nochmal den richtigen Umgang mit dem Bodentaster:

Fazit

Mit der Montage mit Bodentaster kannst du nicht nur im Winter am Forellenteich erfolgreich sein. Auch der Frühling, der Sommer und der Herbst bieten sich dafür an.

Dabei kommt es vor allem auf deinen Einsatz an und wie die Montagen verwendest.

Denn neben der klassischen Montage haben wir dir hier auch noch die passive und aktive (erweiterte) Montage vorgestellt. Am besten du probierst einfach alle Varianten mal aus und schaust dadurch, welche für dich am besten funktioniert. Denn es handelt sich um eine gute Altnerative zur Sbirolino Montage, wenn man auf Grund angeln will.

Wir wünschen dir viel Erfolg dabei. Der nächste Biss kommt bestimmt.

Was macht dir eigentlich am meisten Kopfzerbrechen bei dieser Montage? Wir freuen uns auf deinen Kommentar.

Dein handangeln.de Team




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