Angeln in Dänemark und wie ich dazu kam


Ja, ich bin sehr oft in Dänemark zum Angeln und Erholen. Doch wer bin ich überhaupt und wie kam ich auf das Angelland Dänemark? Also, mein Name ist Ivo, doch unter meinen Angelfreunden hat sich Kutte eingebürgert. Schon als kleiner Bub, zog es mich ans Wasser zum Angeln.

Die ersten Würfe machte ich mit 5 Jahren – ich fing schon kleinere Plötzen und Rotfedern. Seitdem hat mich der Angelsport in seinen Bann gezogen. Durch meinen alten Herrn lernte ich so Einiges. Schon bald bin ich alleine mit Freunden los und verbrachte mehr Zeit mit der Rute in der Hand am Wasser, als mit dem Stift in der Schule.

Nach der Grenzöffnung, da ich die Kindheit als Zonenkind erleben durfte, dauerte es nicht lange, bis der erste Urlaub in Norwegen anstand. Die Route mit dem Auto ging natürlich durch Dänemark. Mich begeisterte dieses Land vom ersten Moment an.

Schöne weite Autobahnen, tolle Natur und nette Menschen. Ein guter Freund von mir hat zur gleichen Zeit Urlaub in Dänemark gemacht und erzählte mir von seinen Fängen und den vielzähligen Möglichkeiten der Angelei.

Mit knapp 14 erlaubten mir meine Eltern dann einen Urlaub alleine – natürlich zusammen mit einigen angelbegeisterten Freunden – in Dänemark. Vierzehn Tage angeln standen an. Dieser Angelurlaub war ausschlaggebend für meine Angelleidenschaft in Dänemark.

Mittlerweile kenne ich mich so gut mit vielen Gewässern in DK aus, dass ich mit einer kleinen Gruppe vom Angelverein mehrfach im Jahr nach Dänemark reise. Immer wieder verschiedene Regionen und Angeleien, für was dieses Land auch bekannt ist.

Nun noch ein paar Tipps für dich

Bevor du dich zum Angeln nach Dänemark aufmachst, solltest du dir Gedanken machen, welcher Fischart du nachstellen möchtest. Da die Fisch- und Gewässervielfalt recht umfangreicht ist, schau dir vorab die Region an, in die du reisen willst. Um Wolfbarsche nachzustellen, wäre die Nordseeküste etwas für dich. Heringe und Hornhechte fühlen sich bei der Schleuse in Hvide Sande sehr wohl, warum es auch ein wahrer Hotspot für diese Fische ist.

Beim Brandungsangeln kannst du beide Küsten beangeln. Ostsee, sowie Nordsee sind dafür bestens geeignet. Im Inland von Dänemark gibt es auch sehr gute Gewässer, um Zander und Meerforellen an den Haken zu bekommen. Die Karpfenangler sollten sich vorher überlegen, ob der Karpfen tatsächlich der Zielfisch in Dänemark sein soll.

Einige Gewässer gibt es zwar, doch die Karpfenangelei hat sich in Dänemark nicht wirklich durchsetzen können. Ich muss sagen: zum Glück, auch wenn ich manchmal gerne auf die Spiegler und Schuppis an deutschen Gewässern unterwegs bin.

Wer nicht lange auf einen Fisch warten möchte, der sollte sich die Put & Take Seen anschauen. Für Anfänger sicher der beste Weg, den ersten Fisch zu landen – obwohl Hvide Sande dafür auch geeignet ist. Einen großen Vorteil haben die Put & Take Gewässer: Dort sind Tagespauschalen zu zahlen und du benötigst dafür keinen Angelschein. Nimm dafür am besten dänische Kronen mit, da vor Ort bar bezahlt werden muss. In Euro ist es meistens etwas teurer. Viele weitere Informationen zu Angelspots in Dänemark findest Du auf angelurlaubdänemark.de – schau einfach mal vorbei.

Bevor ich es vergesse: In Dänemark benötigst du außerhalb von Put & Take Gewässern einen Angelschein. Die Preise sind für Angler sehr human wie ich finde. Weitere Auskünfte sowie den Onlineantrag dafür findest du unter fisketegn.dk.

Die Angel-Lizenz bekommt man auch fast in jedem Angelladen in Dänemark. Davon gibt es einige und manche haben 7 Tage die Woche auf. Viele von denen, sind super ausgestattet und dort kannst du auch sämtliche Köder kaufen. Ist schon blöd, wenn du Würmer aus Deutschland mitnimmst, welche dort oben von den Fischen nicht gemocht werden. Frage auch vor Ort, welche Köder sie dir auf bestimmte Fischarten empfehlen und welche Spots sie empfehlen können. Die Besitzer und Mitarbeiter können dir sehr gute Tipps geben.

Aber schlafen musst Du ja auch irgendwo! Ferienhäuser gibt es in Dänemark wie Sand am Meer, Campingplätze und Blockhütten direkt am Gewässer finden sich ebenfalls. Du kannst dich natürlich spontan auf den Weg machen und wirst sicher auch etwas finden.

Ich bin da schon etwas vorausplanender, da ich einige Dinge dabei beachte. Zum einen kann der Weg zum Strand sehr lang und unzugänglich sein, was überhaupt keinen Spaß macht. Schau dir vorab bei Google an, wie die Verhältnisse sind.

Zum anderen gibt es zwar viele Ferienhäuser, doch ein Großteil hat keine Möglichkeit, die gefangenen Fische zu Kühlen. Achte also auf ein Haus mit Kühltruhe. Ich bin sicher du wirst das passende finden. In Hvide Sande kann ich beispielsweise Esmarch sehr empfehlen (www.esmarch-ferienhauser.de).

Abschließend möchte ich dir viel Spaß in DK wünschen und Petri Heil.

Dein Kutte J
(Gastautor auf handangeln.de)





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