Aalangeln in Deutschland für Anfänger & Fortgeschrittene


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In diesem Artikel erfährst du alles über das Aalangeln. Wir gehen auf Informationen über die Ausrüstung (insbesondere die Aalrute, das Vorfach, die Schnur etc.), die Aalmontagen, die besten Zeiten und die besten Orte (See, Fluss, Kanal) ein.

Darüber hinaus erhältst du Wissenswertes über sehr gute Angelköder sowie die Schonzeit und das Aal Mindestmaß.

Denn das Aalangeln ist eine sehr beliebte Methode und erfreut sich insbesondere in Deutschland immer stärkerer Bekanntschaft. Allerdings sollte man für den Ansitz immer einiges an Zeit mit einplanen. Denn es können schon mal Stunden vergehen bis man den ersten Aal an Land zieht.

Da der Aal außerdem nachtaktiv ist, beginnt er mit der Suche nach Nahrung erst bei Dämmerung bzw. in der Nacht. Viele Angler schlafen daher direkt an den jeweiligen Gewässern. Das Angeln auf Aal ist dadurch auch immer gerne mit gleichzeitigem Zelten verbunden.

Besonders an warmen Sommernächten kann der Ansitz zu einem richtigen Erlebnis werden.

Dennoch gehen wir zunächst auf den Aal als Fisch ein. Denn wir sind davon überzeugt, wenn du den Fisch und dessen Fressgewohnheiten erstmal kennst, wird dir das Angeln auch wesentlich leichter fallen.

Inhaltsverzeichnis

Der europäische Aal (Anguilla anguilla)

Der Aal hält sich am liebsten in Küstenregionen, sowie in schlammigen und unübersichtlichen Gebieten auf. Leider ist er vom Aussterben bedroht. Aufgrund der hohen Beliebtheit bei Anglern ist der Aalbestand seit den 70er Jahren um mehr als 98% zurückgegangen.

Sein Zuhause ist in Europa, Teilen von Asien und im Norden Afrikas.

Viele halten den Aal fälschlicher Weise für eine Schlange. Das liegt vor allem an dem langgestreckten, runden Körper.

Darüber hinaus haben wir neben diesem Artikel rund um das Aalangeln vor kurzem einen Artikel veröffentlicht der weitere und umfassender Informationen rund um den Aal bereitstellt.

Aussehen

Auffällig ist außerdem der lange Flossensaum der sich über After-, Schwanz und Rücken bildet. Außerdem verfügt der Aal über sogenannte Rundschuppen und ein oberständiges Maul. Auf dem nachfolgenden Bild kannst du dir einen ersten Eindruck von dem Äußeren des europäischen Aals verschaffen.

Europäische Aal Ansicht

Hier siehst du den europäischen Aal

Meistens hat er eine schwarze bzw. dunkelgrüne Farbe die er häufig auch als Tarnung einsetzt. Auf der Unterseite hingegen ist er oftmals weiß oder gelblich.

Männchen sind entschieden kleiner als Weibchen. Diese erreichen häufig nur eine Größe von 0,50 bis 0,60 m, wenn sie ausgewachsen sind. Weibchen werden hingegen unter günstigen Bedingungen doppelt so groß.

Sie erreichen dann eine Länge von 1 bis 1,50 m. Dabei ist die Ernährung, das Gewässer und natürliche Feinde für ein solches Wachstum ausschlaggebend.

2 europäische Aale in Hände

Hier siehst du zwei sehr junge europäische Aale im direkten Größenvergleich

Der Fisch versteckt sich gerne am Grund (daher gehen viele Angler auch gerne Grundangeln) des Sees oder vom Fluss und vergräbt sich dort. Typisch ist an diesen Stellen nur der Kopf zu sehen ist.

Jagdverhalten

Die beste Zeit neben der Aal Schonzeit zum Aalangeln ist Anfang August bis Ende September. In dieser Zeit können wirklich große Exemplare gefangen werden. Danach stellt der Aal das Fressen ein. Allerdings können auch schon ab April / Mai kapitale Aale gefangen werden.

Dabei sind sie überwiegend in der Nacht aktiv. Sie jagen dabei Würmer, Klein-Krebse, Larven (von Insekten), sowie Fischlaich und kleinere Fische (im Mittelwasser und an der Wasseroberfläche). Der europäische Aal gilt somit als Raubfisch.

Der Aal wird dabei in Europa zwischen Spitzkopf– (schmaler Kopf) und Breitkopfaal (breiter Kopf) unterschieden. Spitzkopfaale ernähren sich überwiegend von wirbellosen Tieren wie Krebsen. Auf dem Ernährungsplan von Breitkopfaalen stehen überwiegend kleinere Fisch.

Die richtige Aal-Ausrüstung zum angeln

Womit solltest du am besten auf Aal angeln?

Es gibt eine sehr große Ausrüstungsauswahl in allen gängigen Angelshops für das Aalangeln. Daher ist die Wahl nicht immer einfach. Meistens kann man die bestehende Angelausrüstung einfach sinnvoll ergänzen. Aber folgendes gehört zur Standardausrüstung zum Aalangeln:

  • Fischereischein (ohne Angelschein zu angeln ist in Deutschland sehr schwierig, ansonsten empfehlen wir dir Fishing King)
  • Fischereierlaubnisschein (gibt es bspw. in deinem Angelladen des Vertrauens)
  • Passender Kescher (einen großen Vergleich findest du hier)
  • Maßband
  • Messer / Aaltöter
  • Hakenlöser
  • Ständer für die Aalrute / Rute (großer Rod Pod Vergleich)
  • Elektronischer Bissanzeiger / Aalglocke + Knicklicht (Bissanzeiger Vergleich hier)
  • Aaruten
  • Schnur
  • Angelhaken
  • Grundblei / Birnenblei/ Sargblei
  • Wirbel
  • Posen / Knicklichtposen
  • Köder

Unser favorisierter Angelshop Angelplatz bietet diese Ausrüstung bspw. an. Dort findest du wirklich (Anzeige)alles was du zum angeln auf Aal benötigst.

Worauf du achten solltest

Grundsätzlich sollte bei jeder Angelausrüstung zum Aalangeln in Deutschland der Fischereischein sowie der Fischereierlaubnisschein nicht fehlen. Diese berechtigen euch in Deutschland an den vorgesehen Orten zu angeln. Alles zum Angelschein NRW findest du hier.

Ebenfalls zur Standardausrüstung gehört ein geeigneter Kescher, ein Maßband sowie ein Messer. Wahlweise kann, insbesondere für ungeübte Aalangler, ein entsprechender Aaltöter verwendet werden. Darüber hinaus sollte ein mittelgroßer Hakenlöser nicht fehlen.

Da das Aalangeln vorwiegend nachts praktiziert wird, sollte ein elektronischer Bissanzeiger mit entsprechendem Ständer für die Angel / Rute zum angeln verwendet werden. Der elektronische Bissanzeiger kann wahlweise auch durch eine Aalglocke ersetzt werden.

Wenn du wirklich sehr gute Bissanzeigern suchst, dann solltest du dir mal das (Anzeige)Cormoran Pro Carp F-6000 Funkbissanz.-Komplettset mit Receiver anschauen. Insgesamt sind es 3 Bissanzeiger, die von vielen Profis genutzt werden. Aber auch das (Anzeige)Fubite Pro 4+1 Bissanzeiger Set können wir empfehlen.

Insbesondere wenn man schläft wird man so schnell wach und der Drill kann beginnen. Um in der Dunkelheit sehen zu können, wo sich die Aal Angel / Rute befindet sollte darüber hinaus zusätzlich ein kleines Knicklicht verwendet werden. Wahlweise eignet sich natürlich auch eine Stirnlampe.

Aalrute – Welche Rute benutzen?

Da sich der Aal vorzugsweise am Grund aufhält, sollte als Aalrute eine für das Grundangeln ausgelegte Angel für den Grund (Grundangeln) mit 60 bis 100g Wurfgewicht verwendet werden. Aber auch andere Ruten mit ähnlichen Wurfgewichten funktionieren sehr gut.

Nachfolgend eine Übersicht mit passenden Ruten die du auf jeden Fall zum Aalangeln verwenden kannst um sie direkt miteinander zu vergleichen.

Übrigens: Wenn du die Seite mit einem Smartphone betrachtest und dieses quer hältst ist Tabellenansicht besser:

(Anzeigen)Spro Classica Aal Power Picker 3,00m <200g AalruteJenzi Spinnrute Rute Okinawa JPX, 8-20g 2,70mJenzi Angelrute Solid Pro, 2.10mCormoran Topfish Tele 70 - Teleskop Aalrute, 40-70gWFT Lake'N'River Zander 7-35g, 3tlg. 3,35m
Bei Amazon anschauenBei Amazon anschauenBei Amazon anschauenBei Amazon anschauenBei Amazon anschauen
Material-Glasfaserdurchsichtiger Vollglas BlankHDG High Density Glass Composite Titanium-
Länge3,00 m3 m2,10 m2,70 m3,35 m
Wurfgewicht< 200 g80-200g30 - 80 g40 - 70 g7 - 35 g
Gewicht270 g386 g435 g270 g-
Transportlänge 1,55 m1,57 m1,13 m0,90 m-
Teile2 + 322Tele (4)3
Preisca. 91 Euroca. 38 Euroca. 31 Euroca. 23 Euroca. 64 Euro
Stofffuteral
X
X
AbbildungSpro Classica Aal Power PickerJenzi Angelrute Solid ProCormoran Topfish Tele 70 - Teleskop Aalrute, 40-70g
WFT Lake'N'River Zander 7-35g, 3tlg. 3,35m

WFT Lake'N'River Zander 7-35g, 3tlg. 3,35m

Vorteile

  • 200 g Wurgewicht

  • tolle Verarbeitung

  • gute Transporteigenschaften


  • Sehr gut zum Spinnangeln

  • Angenehme Führungseigenschaften

  • Gute Köderführung


  • auch mehrere Fische stellen kein Problem dar

  • sehr leicht

  • sehr stabil


  • gutes Preis- / Leistungsverhältnis

  • starkes Rückrat

  • mit Stofffutteral


  • hochwertige Verarbeitung

  • gute Transporteigenschaften

  • sehr dynamisch

Wir können zum Aalangeln auf jeden Fall die (Anzeige)Jenzi Spinnrute Rute Okinawa JPX, 8-20g 2,70m empfehlen. Sie ist für nahezu alle Einsatzbereiche beim Aalangeln ausgelegt.

Aalangeln Ausrüstung Rute

Typische Rute als Angelausrüstung zum Aalangeln

Aber auch die (Anzeige)WFT Lake’N’River Zander 7-35g, 3tlg. 3,35m eignet sich sehr gut zum angeln, obwohl es sich eigentlich um eine Rute zum Zanderangeln handelt.

Aal Rolle – welche Rolle ist die Richtige?

Bei einer guten Aal Rolle ist es wichtig, dass sie vom Gewicht her leicht ist und die Schnur sauber verlegt werden kann. Außerdem sollte die Stationärrolle möglichst geschmeidig laufen. Denn ansonsten kann es zu ungewolltem Schnurdrall kommen.

Zudem sollte sie mindestens über ein Fassungsvermögen von 100 m verfügen. Bei einer 0,35 mm dicken Aalschnur hast du so keine Probleme.

Als Rolle empfehlen wir daher die (Anzeige)Shimano Stradic CI4+ FB. Sie ist absolut leichtgängig und wird von vielen Profis eingesetzt. Hier eine Bild von ihr:

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Auch hinsichtlich der Qualität und Verarbeitung überzeugt sie auf ganzer Linie.

Aalhaken

Aalhaken sollten in einer Größe zwischen 6 und 4 verwendet werden. Dies ist eine ideale Größe, die weder zu klein noch zu groß für den Zielfisch Aal ist. 60 cm Aale sind dadurch in der Regel kein Problem. Daher ist der Haken auch sehr beliebt beim Zielfischangeln.

Unter den Angelhaken hat sich vor allem ein 4er Drenan Haken zum Aalangeln etabliert. Diese werden direkt an die Hauptschnur geknotet.

Zusätzlich sollte allerdings ein Grund-, Birnen oder Sargblei verwendet werden um den Angelköder schnell und präzise am Grund anbieten zu können.

Dafür können wir dir auch die (Anzeige)DAIWA TOURNAMENT Aalhaken in Größe 6 empfehlen. Diese gelten als besonders stark (vor allem für kapitale Aale ideal). Sie haben sich über all die Jahre wirklich bewährt.

Einen großen Artikel über Aalhaken findest du übrigens von uns hier. Hier gehen wir auch nochmal auf die unterschiedlichen Marken, wie du ihn richtig bindest und was du machen kannst, wenn der Aal den Angelhaken zu tief geschluckt hat, ein.

Vorfach

Das Vorfach sollte ca. 30 bis 50 cm Länge betragen. Darüber hinaus muss ein Wirbel gewählt werden der stark beansprucht werden kann, da der Aal während des Drills sich oftmals stark windet und dreht. Gute Qualität zahlt sich hinterher aus.

Außerdem kannst du durch den Karabinerwirbel das Vorfach auch relativ schnell auswechseln. Denn der Aal verfügt über eine enorme Kraft. Dadurch besteht immer mal wieder die Gefahr, dass das Vorfach abreist. Ein schneller Wechsel spart dir vor allem Zeit.

Das Vorfachschnur sollte ungefähr eine Stärke von 0,30 mm haben.

Aalschnur – Welche Schnur ist beim Aal angeln die richtige?

Als Schnur verwenden die meisten Aalangler eine 30er bis 40er monofil Schnur.

Für uns hat sich eine 0,35 mm starke Hauptschnur mit einer Tragkraft von 8 bis 9 kg als ideal herausgestellt. Selbst größere Aale können so zubeißen ohne, dass man permanent befürchten muss, dass die Schnur gleich abreist.

Wir empfehlen dir eine abriebfeste monofile Angelschnur. Außerdem solltest du keine geflochtene Schnur verwenden. Denn durch rauen Untergrund, Steine oder Wurzelwerk kann es schnell zu einem Riss der Schnur kommen.

Wir können die Aalschnur(Anzeige) von Specitec empfehlen.

Die richtige Aalmontage

Wie solltest du eigentlich auf Aale angeln und welche Montage ist die richtige? Wir stellen dir nachfolgend verschiedene Aalmontagen vor. Unsere Lieblingsmontage ist dabei die Sidley-Montage.

Um stets die richtige Montage dabei zu haben, empfehlen wir dir übrigens auch unser Buch „die besten Angelmontagen„.

Die Sidley-Montage zum Aalangeln auf Grund

Diese Montage ist ideal, wenn du auf Grund Aale angeln willst.

Die Sidley-Montage hat den Vorteil, dass es nur ganz selten zu Knoten und Verwicklungen kommt. Außerdem kann sie relativ weit geworfen werden. Dies hängt aber natürlich immer von der Schwere des Laufbleis ab. Wir empfehlen 45 bis 50 g zu verwenden.

Dabei solltest du eine Gummiperle verwenden damit das Blei nicht das komplette Vorfach beim Auswerfen abreist.

Wichtig und entscheidend ist aber, dass das Vorfach immer kürzer ist als das Stück zwischen Vorfach und Haputschnur. Nur so sind Verwicklungen nahezu ausgeschlossen.

Was brauchst du für das Sidley-Rig?

  • Laufblei (45 bis 50 g)
  • Gummiperle
  • Wirbel
  • Schnur (unbedingt darauf achten, dass es länger ist als das Vorfach)
  • Perle
  • Wirbel
  • Vorfach mit Einzelhaken (Größe 2 bei Köderfischen, ansonsten 4 bis 6 für Würmer etc.)

Die nachfolgende Illustration veranschaulicht dir den Aufbau vom Sidley-Rig zum Aalangeln auf Grund.

Aalangeln Aalmontage Sidley Rig

Die Sidley-Montage – einfach erklärt und aufgebaut

Was du sonst noch wissen solltest: Wähle ein möglichst flaches Blei damit es nicht sofort im schlammigen Untergrund versinkt.

Festbleimontage zum Aalangeln mit U-Pose (Unterwasserpose)

Bei der Festbleimontage mit Unterwasserpose handelt es sich um eine Alternativ-Montage zum Sidley-Rig.

Was brauchst du dafür?

  • Vorfach (5 cm mit Laufring)
  • Blei (50 g) mit dünner monofiler Schnur als Sollbruchstelle
  • Unterwasserpose
  • Gummistopper

Und so sieht sie aus:

Aalangeln Aalmontage Festblei mit Unterwasser-Pose U-Pose

Illustration einer einfachen Festbleimontage mit U-Pose

Das schöne ist, dass sich die Aale damit selber haken können und du nahezu keinen Anschlag setzen musst. Die kurze Schnur am Blei ist übrigens mit einer extra dünnen monofilen Angelschnur ausgestattet.

Somit kann sie an der Stelle reißen ohne, dass die komplette Montage verloren geht. Vor allem, wenn sich die Montage am Wurzelwerk oder dergleichen mal festgesetzt hat, ist dies besonders sinnvoll.

Helikopter-Montage zum Aalangeln mit Futterkorb

Eine Alternative ist das Helikopter-Rig. Es ist vor allem an kalten Wintertagen geeignet und ist ideal zum Aalangeln mit Futterkorb. Das brauchst du dazu:

  • Geflechts-Vorfach
  • Köder: Würmer oder Maden
  • Futterkorb mit Maden
  • Gummiperlen
  • Haken (Größe 4 bis 6)
  • Wirbel

Die nachfolgende Illustration veranschaulicht dir den Aufbau der Futterkorb-Montage:

Aalangeln Helikopter-Rig Illustration

Einfache Helikopter-Montage zum Aalangeln

Die Gummiperlen sind dazu da damit das Vorfach zum Futterkorb rutschen kann, wenn es zum Drill kommt.

Dadurch werden Verknotungen weitestgehend vermieden.

Dyson-Rig zum Aalangeln auf Grund

Die Dyson-Montage eignet sich vor allem, wenn man es auf kapitale Aale abgesehen hat. Dabei wird der Angelköder direkt über Krautfeldern angeboten.

Das Prinzip ist einfach: Die Hauptschnur inkl. Vorfach und Köder wird durch einen Auftriebsköder nach oben gezogen. Dabei ist die Positionierung nicht so einfach und man muss ein wenig Geschick an den Tag legen.

Folgendes brauchst du dazu:

  • Auftriebskörper / U-Pose
  • Köder (bspw. Tauwürmer)
  • Stopper
  • Endblei (an dünner monofilen Angelschnur – 0,18 mm sind ideal)
  • Wirbel

Die nachfolgende Illustration veranschaulicht den Aufbau vom Dyson-Rig:

 

Aalangeln Aalmontage Dyson-Rig

Eine einfache Illustration vom Dyson-Rig

Die Schnur am Ende vom Blei wurde extra etwas dünner gewählt. Falls sich das Blei mal im Kraut oder an einer Wurzel verknotet, kann es an dieser Stelle reißen one, dass man den Aal aufgeben muss.

Wir können dir an dieser Stelle auch unser Buch mit den besten Angelmontagen empfehlen.

Aal Köder die wirklich funktionieren

Wenn man nun die richtige Montage stellt natürlich die Fragen nach dem richtigen Aalköder. Welcher ist beim Aal angeln eigentlich der beste?

Denn neben der richtigen Angelausrüstung brauchst du natürlich auch passende Köder um die Aale anzulocken. Nur mit den richtigen Ködern kannst du relativ schnell gute Resultate erzielen.

Wir wollen dir daher nachfolgend einige Aalköder vorstellen die besonders gut funktionieren. Diese sind:

  • Tauwurm
  • Köderfisch / Köderfische
  • Nacktschnecken
  • Rotwurm
  • Garnelen
  • Leber

Auf allen genannten Ködern sind deine Erfolgschancen sehr gut einen Aal an Land zu ziehen. Passend dazu findet ihr auch unseren Artikel über die besten die besten Aalköder.

Tauwurm

Sehr gut bewährt haben sich beim Aalangeln die Tauwürmer. Es empfiehlt sich nach einiger Zeit (15 bis 30 Minuten) den Tauwurm zu wechseln. Dadurch bleibt er frisch und lebendig.

Denn Aale können Bewegungen im Wasser wahrnehmen. Und umso stärker er sich windet umso höher ist seine Lockwirkung.

Aalangeln - Köder -Tauwurm

Der Tauwurm eignet sich als Köder beim Aalangeln

Tauwürmer eignen sich vor allem im späten Sommer sowie im Herbst. Denn sie sind etwas größer als bspw. Mistwürmer. Und im Herbst sind Aale in der Regel wesentlich gefräßiger.

Zusätzlich kannst du auch direkt mehrere Tauwürmer auf einen Haken ziehen und sie als Bündel anbieten. Achte aber darauf, dass die Hakenspitze stets frei bleibt.

Es empfiehlt sich eine Ködernadel zu verwenden. Versuche ihn allerdings nicht im Kopf oder im Bereich der Geschlechtsorgane zu durchstechen. Denn sonst verendet er relativ schnell.

Der Schwanzbereich ist ideal. Nachfolgendes Bild veranschaulicht dir den Aufbau vom Tauwurm.

Körperaufbau Aal Köder Wurm Tauwurm

Durchsteche den Tauwurm im Schwanzbereich

Im Schwanzbereich lebt er länger und bewegt sich stärker. Wenn er sich bewegt werden die Signale über die Seitenlinie vom Aal wahrgenommen

Aalangeln mit Köderfisch

Auch Köderfische können beim Aalangeln funktionieren. Wir empfehlen hierfür kleine Rotaugen mit einer Größe von 4 bis 9 cm zu verwenden:

Aal Köder Köderfische Rotauge Rotfeder

Rotfedern / Rotaugen eignen sich ebenfalls als Aal Köder

Als Alternative kannst du auch Fischfetzen nutzen. Diese sollten allerdings nicht zu groß geschnitten werden.

Dünne, schlanke Streifen sorgen dafür, dass sie für den Aal leicht verdaulich sind. Denn das Maul ist nicht sonderlich groß und daher ist es besser den Aalköder so einfach wie möglich zu präsentieren.

Nacktschnecken

Ein weiterer Angelköder für das Aalangeln sind Nacktschnecken. Dadurch konnten schon sehr kapitale Aale gefangen werden.

Allerdings sollten diese nicht verwendet werden, wenn sich diese auch nicht zeigen (also bspw., wenn es sehr trocken ist). Meistens findet man Nacktschnecken, wenn es gerade geregnet hat oder die Wiese taufrisch ist.

Aalangeln - Köder - Nacktschnecke

Auch die Nacktschnecke eignet sich als Köder

Dabei ist es schon schwieriger diese mit einem Haken zu durchstechen. Achte auch hier unbedingt darauf, dass die Hakenspitze stets ausreichend frei bleibt um den Aal direkt haken zu können.

Mistwurm / Kompostwurm

Mistwürmer eignen sich vor allem im Frühjahr zum Aalangeln. Viele Aale stürzen sich zu dieser Jahreszeit auf die etwas kleineren Aalköder um erstmal eine „gewisse Grundlage“ zu schaffen.

Kompostwürmer bzw. Mistwürmer erreichen häufig eine Größe von gerade mal 6 bis 12 cm.

Aal Köder Mistwurm

Auch Mistwürmer eignen sich zum Aalangeln weil sie besonders klein sind (vor allem im Frühjahr beliebt)

Du findest den Mistwurm in Deutschland (sowie allen anderen europäischen Ländern) in Kompost- und Misthaufen.

Außerdem kannst du ihn oft in Wiesenböden entdecken. Solltest du keinen anderen Köder zur Hand haben solltest du diesen auf jeden Fall ausprobieren.

Garnelen

Zugeben, Garnelen werden nicht als häufigster Köder beim Aalangeln eingesetzt, dennoch sind sie durchaus fängig. Vor allem Garnelen aus der Nordsee haben sich als besonders gut erwiesen.

Aal Köder Garnelen Nordsee

Auch Garnelen aus der Nordsee eignen sich zum zum Aalangeln

Wahlweise kannst du natürlich auch einfach das Garnelenfleisch verwenden. Gerade, wenn sich viele Angler „am Wasser tummeln“ kann die Garnele eine echte Alternative für die Aale sein.

Denn häufig haben sie sich an den „Standard-Ködern“ bereits satt gegessen. Alternativ bieten sich auch Garnelen aus der Tiefkühltruhe an (vorher das Auftauen nicht vergessen).

Aalangeln mit Leber

Wer möchte, kann auch einfach Leber auf den Haken ziehen. Damit diese nicht so schnell abfällt, solltest du diese mit einem Haken 2-Mal durchstechen. Außerdem muss auch diese für den Aal in mundgerecht große Stücke geschnitten werden.

So hast du beim Auswerfen weniger Probleme und der Aalköder bleibt längere Zeit am Haken.

Aalköder Leber

Auch Leber kann eingesetzt werden, wenn viele Angler am See sind

Leber eignet sich vor allem dann um dem Aal Abwechslung zu bieten. Also, wenn viele Angler in der Nacht ebenfalls am Angelsee „stehen“ (oder liegen), ist dieser Köder perfekt geeignet.

Gewässer

Welche Tiefe ist beim Aal angeln eigentlich die richtige?

Bei der Auswahl des Gewässers zum Aalangeln spielt die Wassertiefe eine eher untergeordnete Rolle. So kannst du Aale in 50 cm tiefen Gewässern aber auch in 12 m tiefen Gewässern „erwischen“.

Mehr Einfluss hat hingegen die Ufernähe. Häufig sind Aale in einer Ufernähe von ungefähr 5 m anzutreffen.

Denn Aale halten sich sehr gerne in der Nähe vom Ufer auf. Hierzu zählen vor allem die folgenden Hotspots und Gewässerabschnitte:

  • Gewässerkanten (unterspült)
  • Wurzelwerk
  • Seerrosenfelder
  • Steinpackungen
  • umgefallene Bäume

Hintergrund ist, dass sie sich Aale sehr gerne verstecken und Zuflucht suchen. Außerdem sind die häufig eher dunklen Stellen auch ideal um auch bei Tag auf Aal zu fischen. Oftmals lauern sie hier vorbeischwimmender Beute auf um ihren eigenen Hunger zu stillen.

Teilweise sind sie hier aber auch selber aktiv auf Beutezug um bspw. ins Wasser gefallene Insekten „abzugreifen“ die sich unter den Seerosenblättern befinden. Aale bedienen sich an diesen Plätzen häufig sehr gerne.

Allerdings sollte du bei den genannten Spots immer auf deine Aalmontage achten. Die Gefahr, dass sie sich hier „verfangen“ bzw. verknoten ist natürlich besonders groß.

Aalangeln im See

Allgemein kann man sagen, dass die Aale in Bächen und Flüssen schneller aktiv werden als in großen Seen. Dennoch sollten Seen nicht unterschätzt werden. Aber im Vergleich zum Fluss, ist der Angelsee etwas schwieriger auf Aal zu beangeln.

Besatzmaßnahmen oder Zuflüsse sind häufig der Grund warum sie sich überhaupt im Angelsee befinden. Auch haben sie aufgrund von zu kleinen Zuflüssen keine Chance mehr zum Laichen abzuwandern.

Wann ist am See die beste Zeit?

Am Angelsee haben sich für uns folgende Zeiten als die Besten herausgestellt:

  • nachts
  • frühe Morgenstunden (4 Uhr, 5 Uhr, 6 Uhr)

Tagsüber sind deine Chancen eher gering da sie sich jetzt gut verstecken und nahezu kaum aktiv auf Nahrungssuche sind.

Dennoch kann es funktionieren. Den Beweis dafür findest du in dem knapp 15-minütigen Video:

Aber wo sie sich genau verstecken, das erfährst du gleich.

Welche Aalmontage ist am See die richtige?

Posenmontagen oder wahlweise auch die Grundmontage sind am See ideal. Wir persönlich haben die beste Erfahrung mit dem Angeln auf Pose gemacht.

Gerade, wenn es stürmt und sehr windig ist, sind allerdings leichte Posenmontagen sinnvoll.

Aber wie schwer sollte die Pose sein?

Antwort: Verwende eine Pose mit einem Gewicht von 2 bis 4 g. Dadurch spürt der Aal den geringsten Widerstand und es kommt weniger zu Fehlbissen. Am See sind sie tendenziell nämlich eher skeptischer und vorsichtiger als am Fluss wo sie häufig sehr schnell reagieren müssen.

Ein weiterer Vorteil der Pose ist, dass du zeitgleich auch einen guten Bissanzeiger hast. Gerade bei Nacht solltest du allerdings zusätzlich ein Knicklicht verwenden damit du genau siehst, wenn die Pose plötzlich „abtaucht“. Eine komplette Auswahl an (Anzeige)Leuchtposen gibt es übrigens hier.

Eine Grundmontage solltest du wählen, wenn du weite Würfe erzielen willst und deinen Aalköder sehr tief anbieten möchtest.

Das heißt sie ist ideal um auch mal „außerhalb“ des Uferbereichs zu angeln. Wir empfehlen dir bei einer Grundmontage den Rollenbügel offen zu lassen. Denn so spürt der Aal den geringsten Widerstand und kann problemlos Schnur „abziehen“.

Allerdings solltest du dir vorher über die Grundbeschaffenheit des Sees Gedanken machen. Wenn es am Boden viel Kraut gibt und dieser eher schlammig ist, ist ein Blei am Seitenarm empfehlenswert.

Der Vorteil ist, dass die Hauptschnur „frei“ bleibt auch, wenn sich das Blei mal im Schlamm „verabschiedet“ hat.

Hier in diesem Artikel findest du außerdem noch Hilfestellungen zum (Auf-) Bau der jeweiligen Aalmontage.

Wo gibt es im Angelsee die besten Stellen?

Es gibt unterschiedliche Stellen, die sehr gut sind um auf Aal zu angeln. Wir haben auf der nachfolgenden Illustration die besten Stellen markiert. Hier sind deine Chancen besonders hoch.

Aalangeln am Haus See Standorte Plätze

Die Ziffern zeigen dir wo du auf Aal angeln solltest

Dabei ist die Vielfalt der unterschiedlichen Unterstände und Verstecke sehr groß.



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  1. Seerosenfelder (an der Unterseite der Seerosen befinden sich oft Larven und kleine Schnecken)
  2. umgestürtzte Bäume (bieten dem Aal Schutz am Tag)
  3. Steine / Felsen im Wasser
  4. Wurzeln
  5. Stege (an diesen Stellen ist das Wasser schattenbedingt häufig dunkler)
  6. Sträucher / Kraut im Wasser

Zusätzlich solltest du es auch an abfallenden Kanten, Uferkanten in Zu- und Abflüssen sowie in der Gewässermitte versuchen.

Vor allem im Herbst bzw. im Winter, zieht es die Aale in die tieferen Bereiche. Gerade in den Bereichen 10 bis 30 m ist es in der Regel deutlich wärmer als am Ufer. Daher sind die tiefen Abschnitte ein oftmals unterschätzter Einflussfaktor.

Grundsätzlich ist es aber im Frühling und im Sommer besser, es an den sichtbaren Strukturen zu versuchen: Hierzu zählen bspw. Schilf, Kraut, Steine etc.

Auch hereinhängende Sträucher sind ideal. Umso näher du den Köder an diesen „Hindernissen“ anbietest umso besser ist dies für deine Erfolgsquote.

Was solltest du hinsichtlich der Aalrute am See beachten?

Du brauchst auf jeden Fall eine kräftige Rute. Eine Aalrute mit einem Wurfgewicht von 60 bis 100g Wurfgewicht ist am See ideal.

Und mit einer Länge von ca. 3 m kannst du nicht viel falsch machen. Eine kleine Rute solltest du dann wählen, wenn in der Umgebung „herumhängende Bäume“ gefährlich werden könnten.

Wenn er sich nämlich erstmal festsetzt um sich zu verstecken, brauchst du viel Kraft um ihn hier wieder herauszubekommen.

Tipp: Manchmal kann es aber helfen, wenn man einfach einige Zeit „abwartet“. Häufig kommen die Aale dann wieder von alleine aus ihrem Versteck.

Aalangeln im Fluss

Für viele Angler ist das Flussangeln auf Aal eine der besten Methoden um Aale zu fischen. Da so gut wie alle Flüsse mit dem Meer verbunden sind, können die Aale, die ihren Laich im Salzwasser ablegen, später in die Süßwasserflüsse aufsteigen.

Sie sind dabei sehr kreativ was Ihren Aufstieg angeht und können diesen in jedem noch so entlegenen Fluss drchführen.

Und dabei ist es gar nicht so schwierig auch im Fluss erfolgreich zu sein.

Köder im Fluss

Im Fluss haben sich vor allem Tauwürmer und Köderfische etabliert. Gerade Rotaugen / Rotfedern kommen bei Aalen sehr gut an.

Aber auch Mistwürmer sind bei allen im Fluss sehr gerne gesehen:

Aalangeln im Fluss Mistwurm

Mistwürmer sind perfekt am Fluss

Als Alternative bieten sich auch Garnelen an. Hier solltest du einfach ausprobieren was an dem jeweiligen Tag am besten funktioniert.

Achte immer darauf dass der Köder stabil auf dem Aalhaken sitzt. Ansonsten kann es passieren, dass er vorzeitig abrutscht. Am besten ist es ohnehin, wenn die Hakenspritze frei bleibt. Sonst wird es schwierig den Haken im Aalmaul zu platzieren.

Die meisten Aalhaken haben ohnehin einen Widerhaken auf den Schenkeln. Dadurch wird der Köder zusätzlich beim Auswurf stabilisiert.

Die richtige Aalmontage am Fluss

Wir verwenden in der Regel eine einfache Laufbleimontage. Dabei sollte das Vorfach ca. 30 bis 65 cm lang sein.

Gerade am Fluss können Steine oder Hindernisse die Schnur beschädigen. Daher solltest du dich auf jeden Fall für eine ausreichend dicke Angelschnur entscheiden.

0,35 mm in einer monofilen Ausführung sollten dabei vollkommen ausreichen.

Als zusätzliche Hilfe kannst du auch eine Ködernadel verwenden um den Aalköder besser auf den Haken zu ziehen.

Aufstellung der Rute am Fluss

Achte darauf, dass du die Rute möglichst senkrecht aufstellst. Dadurch sorgst du dafür, dass die Hauptschnur nicht so viel im Wasser hängt und dadurch der Strömung „ausgeliefert wird. Umso weniger Hauptschnur im Wasser ist, umso besser.

Aalangeln im Fuss Ruten senkrecht

Die Ruten sollten am Fluss möglichst senkrecht stehen

Außerdem kannst du einen Anbiss an der Rutenspitze besser erkennen. Zusätzlich kannst du bei Bedarf auch noch eine kleine Aalglocke an der Rutenspitze befestigen.

Wo du den Angelköder zum Aal angeln platzieren solltest

Neben der richtigen Aalmontage und der Aufstellung der Rute am Fluss ist zusätzlich noch entscheidend wo du den Aalköder genau platzierst.

Nachfolgende Illustration veranschaulicht dir die besten Plätze im Fluss:

Aalangeln am Fluss Standorte

Die Illustration zeigt dir die besten Standorte (die Zahlen werden nachfolgend erläutert)

Nachfolgend die einzelnen Standorte im Detail:

  1. Steine im Wasser (hier verstecken sich die Aale gerne in Steinfeldern)
  2. Steinpackungen
  3. Mitten im Fluss an Strömungskanten (hier lauern die Aale auf vorbeiziehende Beute)
  4. an Einläufen von Nebenflüssen in den Hauptstrom (hier warten die Aale auf Futterfische welche die Gewässerabschnitte wechseln)
  5. Buchten
  6. an Kopfenden von Steinaufschüttungen
  7. Pfähle & Spundwände die ins Wasser eingelassen wurden
  8. umgestürzte Bäume (auch umgestürzte Bäume dienen perfekt als Versteck)

Außerdem solltest du es an Wehren (vor allem unterhalb) und tieferen Außenkurven ausprobieren. Hier kannst du sie mit etwas Glück direkt am Ufer antreffen.

Auch ruhigere Stellen wo die Strömung nicht so stark ist, solltest du nicht unversucht lassen.

Als erprobte Flüsse zum Aalangeln haben sich folgende in Deutschland als sehr positiv erwiesen:

  • Hunte bei Oldenburg
  • Lahn
  • Elbe (auch tagsüber möglich Aale zu fangen)
  • Rhein
  • Main

Vor allem an der Elbe hast du auch tagsüber die Chance auf Aale. Aber auch am Rhein kann vor allem nachts sehr gut auf Aal geangelt werden.

Aalangeln am Rhein

Aalangeln am Rhein ist immer sehr beliebt

Nicht zu unterschätzen solltest du auch das Hochwasser. Vor alle, wenn das Wasser wieder beginnt zu sinken und das Wasser immer noch trüb wirkt, sind viele Aale auf Beutezug. Hierauf gehen wir nachfolgend aber noch genauer ein.

Aalangeln am Kanal

Aalangeln im Kanal funktioniert vor allem in den Sommermonaten (Juni, Juli, August) sehr gut. Das schöne am Kanal ist, dass du auch tagsüber durchaus Aale an Land ziehen kannst.

Schleusen können zwar hinderlich sein, aber in der Regel wird der Betrieb nachts eingestellt. Perfekt also um die Aale ungestört zu „jagen“.

Welche Ausrüstung im Kanal?

Nachfolgend die wichtigste Ausrüstung um am Kanal erfolgreich zu sein.

  • Aalrute: 3 m, ca. 80 g Wurfgewicht
  • Aalschnur: 0,3 bis 0,35 mm monofil
  • Einzelhaken: 4er bis 8er (sollte sehr scharf und stabil sein – bei Würmern Widerhaken nicht vergessen!

Als Aalhaken können wir auf jeden Fall die Produkte von (Anzeige)Gamakatsu empfehlen. Diese sind sehr stabil und verfügen über Widerhaken für die Köder, wie bspw Würmer.

Welche Aalmontage eignet sich?

Grundsätzlich eignen sich 2 Montage-arten am Kanal. Diese sind:

  • Laufposenmontage / einfache Posenmontage
  • Grundmontagen

Wir angeln in der Regel mit Laufposenmontagen da wir mit diesen am häufigsten am Kanal erfolgreich waren.

Welcher Köder im Kanal auf Aal?

Folgende Köder haben sich als besonders fängig erwiesen:

  • Tauwurm (10 cm über dem Grund positionieren)
  • Köderfische (5 bis 15 cm – zum Beispiel Lauben)

Aber ab wann sollte man beim Aal angeln anschlagen?

Sobald der Aal den Angelköder gepackt hat, solltest du schnellstmöglich den Anhieb setzen. Sonst besteht die Gefahr, dass er wieder davonzieht.

Denn oftmals „nippen“ die Aale nur am Köder. Daher ist ein schneller Anschlag wichtig um den Aal zu haken und um ihn nicht „davonkommen“ zu lassen.

Welche Stellen eignen sich im Kanal?

Der Kanal ist nicht so vielseitig wie bspw. ein natürlicher Fluss. Dennoch bieten sich auch hier auffällige Strukturen an denen der Aal sich wohl fühlt. Diese sind:

  1. Steinpackungen (7 m Abstand auf Grund bei den ersten Steinen – Achtung: teilweise sehr scharfkantig, Schnurbruchgefahr)
  2. An Pfählen / Dalben (hier sammeln sich viele Schnecken und Muscheln die Fische anlocken)
  3. Strömungskanten vom Hauptstrom
  4. An Spundwänden
  5. Direkt am Ufer

Die nachfolgende Illustration veranschaulicht dir die wichtigsten Strukturen und Standorte direkt am Kanal und zeigt dir wo der beste Standort ist:

Aalangeln am Kanal Standorte Spundwände Pfähle Steinpackungen Strommitte Ufer

Die Zahlen zeigen dir die besten Stellen im Kanal

Vor allem der Rhein-Herne-Kanal ist sehr beliebt beim Aalangeln. Leider gehen die Aalbestände immer weiter zurück aber dennoch werden auch hier immer wieder Aale an Land gezogen.

Wann ist zum Aal angeln die beste Zeit?

Wann ist eigentlich die beste Zeit zum Angeln? Viele sagen nachts, doch stimmt das wirklich? Und kann man nicht tagsüber auch Aale an Land ziehen? Und wie sieht es bei Vollmond aus?

Wir haben dir nachfolgend die wichtigsten Tageszeiten zusammengestellt um dich besser zurecht zu finden. Außerdem kannst du dich so besser auf die einzelnen Zeiten einstellen.

Aale in der Nacht

Nachts ist definitiv die beste Zeit zum Aalangeln. Denn hier geht der Aal auf Beutejagd. Dabei stürzt er sich auf vieles was beweglich ist:

  • Krebse
  • Insektenlarven
  • Würmer

Vor allem, wenn das Wetter eher schlecht ist (bewölkt, regnerisch) hast du sehr gute Chancen einen Aal zu fangen (Angelzelt nicht vergessen um dich vor Regen zu schützen).

Aalangeln nachts See Steg

Nachts hast du die besten Voraussetzungen um auf Aal zu angeln

Allerdings solltest du dennoch einiges beachten. Nachfolgend einig Tipps an denen du dich orientieren solltest:

  • Vermeide nachts direkte Lichtquellen (zum Beispiel verursacht durch Taschenlampen)
  • keine großen Knicklichter benutzen (punktuelles Licht wird eher gemieden)
  • Platziere deine Köder in tiefen Gewässerabschnitten
  • Flachwasser- und Ufer-Bereiche sind aber nachts auch sehr gut
  • Suche gezielt die Laichzeiten von Rotaugen / Brassen in Hochsommernächten (denn Aale begeben sich auf Beutezug in dieser Zeit)
  • Krautbänke sind in flacheren Gewässerabschnitten ebenfalls sehr gut geeignet

Wenn du dich an diese Tipps hältst, kannst du eigentlich nicht viel falsch machen.

Aale am Tag

Auch am Tag kannst du Aalangeln gehen. Vor allem ab Sommeranfang (Juni, Juli, August) sind deine Chancen recht hoch.

Die größten Erfolge kannst du allerdings erzielen, wenn es anfängt zu dämmern und dann tief in die Nacht hinein. Aber auch während der Laichzeit von Weißfischen (zum Beispiel Brachsen) kannst du gute Chancen haben.

Das Frühjahr solltest du tagsüber eher meiden.

Die besten Orte und Stellen am Tag

An den folgenden Orten halten sie sich tagsüber in der Regel am meisten auf und hier sind deine Chancen am größten:

  • Fahrrinnen
  • in der Nähe vom Ufer / Rand (gegen Abend)
  • unterspülte Ufer
  • Bäume die überhängen
  • Löcher / Kuhlen / Gruben
  • tiefe Ufer sind auch möglich
  • Kanäle
  • über schlammigen Grund (ca. 2 m)
  • trübes Hochwasser
  • unterhalb von Wehren

Aale verstecken sich gerne tagsüber und lauern dann ihrer Beute auf. Daher hast du die größten Chancen, wenn du genau diese Stellen anvisierst und anzielst.

Die besten Köder am Tag

Folgende Aalköder funktionieren in der Regel am Tag:

  • Maden
  • Köderfische (Köfi´s)
  • Tauwürmer (auch mal kleine Stückchen probieren)

Schau dir noch das nachfolgende Video an. Das Video dauert ca. 15 Minuten und zeigt dir wie du tagsüber mit dem Wurmköder die besten Ergebnisse erzielst.

Hier wird dir u.a. gezeigt wie du auch an besonders heißen Tagen Würmer findest und diese nicht extra kaufen musst:

Aale bei Vollmond

Bei Vollmond hast du in der Regel die besten Chancen, wenn du im Mittelwasser oder an der Oberfläche mit einer Pose angelst.

Denn Weißfische werden von dem helleren Licht häufig angelockt wodurch auch die Aale aktiv werden. Gerade in den höheren Abschnitten finden die Fische auch mehr Sauerstoff.

Aalangeln bei Vollmond

Vor allem in Flachwasserzonen kannst du bei Vollmond Erfolg haben

Auch gute Erfolge (wenn du im Stillwasser angelst) kannst du an den sogenannten Sprungschichten erzielen. Dabei handelt es sich um die Übergangs-Wasserschicht in einem geschichteten stehenden Gewässer.

Wenn es zu schwierig für dich ist, diese auszumachen, solltet du dich allerdings eher an der Oberfläche orientieren (besser als nach unten). Unterhalb der sog. Sprungschicht ist in der Regel zu wenig Sauerstoff vorhanden.

Vom Grundangeln mit Grundangeln ist bei Vollmond in Stillgewässern eher abzuraten. Denn am Grund ist meistens zu wenig Sauerstoff vorhanden.

Hoch- & Niedrigwasser

Bei Hoch- und Niederigwasser ändern sich die Bedingungen nochmal zusätzlich. Ist es daher wirklich sinnvoll bei Hoch- und Niedrigwasser angeln zu gehen? Und wann hast du die größten Erfolgsaussichten?

Aal angeln bei Hochwasser

In einigen Gewässern kann es sein, dass du bei Hochwasser bessere Chancen hast als bei einer normalen Wasserhöhe. Denn Aale (und auch andere Fische) kommen auf die geänderten Bedingungen und neuen Möglichkeiten sehr gut klar.

Welche Bedingungen sind bei Hochwasser ideal?

Vor allem, wenn die Gewässer nicht übermäßig überflutet sind, sondern nur einen zusätzlichen Wasserstand von 10 bis 50 cm aufweisen, hast du gute Chancen einen Aal zu angeln.

Die Bedingungen werden nochmal zusätzlich unterstützt, wenn das Wasser etwas trüber ist als sonst. Durch das aufgewühlte Wasser sind zusätzlich auch mehr Beutefische im Wasser, die der Aal gerne jagt.

Die besten Chancen hast du bei Hochwasser allerdings, wenn es zusätzlich auch noch schwül und warm ist. Bspw., wenn vor kurzem Gewitter aufgezogen sind oder aufziehen werden.

Insbesondere Regen spült auch nochmal zusätzlich Insekten, Schnecken und Würmer ins Wasser die als zusätzliche Nahrungsquelle dienen.

Wo hat man bei Hochwasser die besten Chancen?

Bei sehr hohem strömungsstarkem Hochwasser (über 50 cm) solltest du auf jeden Fall strömungsärmere Gegenden aufsuchen. Denn durch das zusätzliche Wasser wird natürlich auch mehr Wasser „in Bewegung“ gesetzt.

Aalangeln bei Hochwasser

Strömungsärmere Gegenden sind bei Hochwasser ideal

Da dadurch der Energiebedarf erhöht wird, wird strömungsstarke Gewässerabschnitte eher gemieden.

Aale suchen sich daher vorzugsweise die Folgenden Stellen auf:

  • Querströmungen
  • Strömungskanten
  • Hafeneinfahrten
  • Einläufe

Hier halten sie sich dann in den „Flachwasserzonen“ auf. Häufig sind diese Gewässerabschnitte auch einfach „sauberer“ und enthalten weniger Müll, Äste und „Gestrüpp“.

Aal angeln bei Niedrigwasser

Gerade in Gewässern wo der Gewässerstand von der Tide (also den Gezeiten) abhängig ist, kommt es in regelmäßigen Abständen zu Hoch- und Niedrigwasser.

Zu solchen Gewässern zählt bspw. die Elbe

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass vor allem vor und nach dem Niedrigwasser (bzw. der Tide) die Aale am besten beißen.

Wenn es allerdings um unübliche Gewässerstände geht (also, wenn einfach zu viel (Hochwasser) oder zu wenig Wasser (Niedrigwasser) in den Gewässern ist), dann ist das Aalangeln bei Niedrigwasser eher schlecht.

Aal angeln bei Niedrigwasser Rhein

Bei Trockenheit (hier: Rhein) ist das Aalangeln eher weniger von Erfolg gekrönt

Vor allem Niedrigwasser kann in solchen Fällen mit enormer Trockenheit, Hitze aber auch künstlicher Senkung des Wasserstandes zusammenhängen.

Denn Aale sind jetzt gezwungen viel Platz von ihrem natürlichen Lebensraum abzugeben. Allerdings haben Angler natürlich (theoretisch) jetzt höhere Chancen auf einen Aal. Denn sie sie finden jetzt mehr Fische auf einem kleineren Raum. Die Chancen auf einen Anbiss steigen also.

Allerdings verändern sich mit dem gesunkenen Wasser auch die Lebensbedingungen. Denn sie haben einen kleineren Lebensraum zur Verfügung und der Sauerstoff im Wasser wird weniger.

Das wiederum bedeutet, dass die Aale gestresster sind und weniger beißen.

Daher ist bei Niedrigwasser eher davon abzuraten auf Aal zu angeln.

Welche Jahreszeit ist die richtige und ab wann lohnt es sich besonders?

Die Auswahl des Gewässers ist immer abhängig von der derzeitigen Jahreszeit und der Temperatur des Wassers. Denn die Gegebenheiten und Anforderungen sind in Regel immer unterschiedlich.

Denn der Aal stellt die Aufnahme von Nahrung im Winter weitestgehend ein. Die besten Fänge angelt man daher, wenn es wieder wärmer wird. Insbesondere wenn die Laichzeit von Rotaugen und Brassen beginnt.

Nachfolgend gehen wir auf die einzelnen Jahreszeiten genauer ein.

Aalangeln im Frühjahr (März, April & Mai)

Das Aalangeln im Frühjahr unterscheidet sich von den anderen Jahreszeiten grundsätzlich. Die Rute muss stimmen, die Aalmontage muss sitzen und der Angelköder muss schmecken. Ansonsten sind deine Aussichten auf Erfolg im Frühling ab Ostern relativ gering.

Wo hat man im Frühling die besten Chancen?

Aale bevorzugen die wärmeren Gewässerabschnitte und Abschnitte mit einem dunklen Untergrund. Wenn die Wassertemperatur über 12 Grad beträgt werden Aale richtig aktiv.

Gerade Seerosenfelder sind im Frühling ideal. Denn unter den Blättern der Seerosen befinden sich häufig Insekten, kleine Schnecken und Nymphen.

Auch der Sichtschutz ist für Aale ideal da sie sich so nicht zusätzlich verstecken müssen.

Außerdem solltest du im Frühjahr in der Nähe vom Ufer angeln. Die Aale sind wirklich sehr dicht in Ufernähe zu finden. Teilweis sind sie sogar nur 1 m vom Ufer entfernt.

Flüsse und Bäche

In Flüssen und Bächen sind Seitenarme im Frühjahr sehr beliebt. Also Nebenflüsse die den Hauptstrom mit zusätzlichem Wasser speisen.

Aale findest du hier, weil die Wassertemperatur häufig höher ist. Das liegt vor allem daran, weil die Flüsse und Bäche meistens wesentlich niedriger (hinsichtlich der Tiefe) sind als der Hauptstorm. Dadurch erwärmen sie sich auch schneller.

Achte zusätzlich auf umgestürzte Bäume und Wurzeln. Hier verstecken sich die Aale sehr gerne. Wenn es zu einem Anbiss kommt, flüchten sie zudem in das „Geäst“. Hier hilft es manchmal einfach etwas zu warten bis sie wieder herauskommen.

See

Im See sind im Frühjahr vor allem Wasserpflanzen (Seeorrosen), Krautfelder, umgestürzte Bäume und Steine ideal. Aber auch flach verlaufende Ufer sucht der Aal gerne auf, weil es hier besonders warm ist.

Denn diese flach verlaufenden Ufer werden häufig von Beutefischen aufgesucht. Aber auch Bootsstege und Pfähle, die im aus dem Wasser ragen, ziehen den Aal sehr gerne an.

Kanäle

Kanäle bieten im Frühling nicht ganz so viel Schutz wie bspw. der See oder ein Bach. Dennoch halten sich Aale sehr gerne an Spundwänden und Steinen auf. Hier verstecken sie sich gerne in den Zwischenräumen.

Da Kanäle in der Regel sehr „monoton“ sind, solltest du dir Stellen aussuchen, die anders sind als der Rest. Denn auch Aale lieben Abwechslung.

Auch halten sie sich gerne an Dükern auf. Dabei handelt es sich um eine Druckleitung mit der bspw. eine Straße unterquert wird.

Aalangeln im Frühjahr Düker

Düker sind die idealen Verstecke für Aale am Tag

Hier befinden sie sich vor allem tagsüber um nachts den Düker zu verlassen. Deinen Köder solltest du am besten seitlich neben dem Eingang platzieren. Häufig dauert es nicht lange bis der erste Aal anbeißt.

Welcher Köder im Frühling?

Im Frühjahr funktionieren vor allem die folgenden Köder sehr gut:

  • Rotwurm
  • Tauwurm
  • Garnelen
  • Bienenmade / Bienenmaden

Allerdings sind die Aale noch nicht so hungrig. Daher ist eine kleine Portion am sinnvollsten. Die Hälfte von einem Tau- oder Rotwurm ist hier oftmals ideal.

Wer möchte kann die Aale auch etwas anfüttern. Das Anfüttern bewirkt, dass oftmals auch Weißfische angelockt werden, die wiederum auf dem Speiseplan vom Aal stehen.

Aalangeln im Sommer bei Hitze (Juni, Juli & August)

Im Sommer verändern sich die Bedingungen ein wenig. Die Gewässer werden wesentlich wärmer und die Sonne scheint in der Regel häufiger.

Das ist der Grund warum sich auch die Spielregeln für Aalangler ein wenig ändern.

Gerade die Monate Juni, Juli und August laden viele Angler ein am See zu übernachten. Denn die Aale sind nachts nicht nur sehr aktiv sondern es ist prinzipiell um 2, 3 oder 4 Uhr wesentlich wärmer.

Daher macht der der Ansitz am See mit einer geeigneten Karpfenliege besonders viel Spaß.

Wir zeigen dir nachfolgend worauf du unbedingt achten solltest um im Sommer keinen Aal zu verpassen.

Wo sind die Aale im Sommer?

Da im Sommer weniger Sauerstoff in den stillen Gewässern (wie Seen und Teiche ist), sind sie in der Regel auch wesentlich müder und träger.

Daher verstecken sie sich gerne an den folgenden Orten und „Unterständen“:

  • Steinpackungen
  • Steilufer in Flüssen
  • seichte Uferzonen in Seen
  • Wurzeln und umgefallene Bäume

Aale halten sich im Sommer außerdem an Einmündungen von Bächen, Fähr- und Schiffsanlegern sowie an Wehren + Schleusen auf.

Welcher Köder ist im Sommer fängig?

Sehr gut funktionieren die nachfolgenden Köder in den heißen Monaten:

  • Köderfische für kapitalere Aale (z.B. Gründlinge, Stinte, Lauben, Rotaugen)
  • Tauwurm
  • Fischfetzen (Salzwasserfische wie Makrelen)
  • Garnelen (funktioniert auch bei Hitze)
  • Pellets
  • Maden
  • Rogen (funktioniert auch bei Hitze)
  • Käse
  • Krebsköder
  • Nacktschnecken
  • Leber

Im Sommer funktionieren Köderfische sehr gut.

Aalangeln Sommer Köderfisch

Köderfische für den Aal im Sommer

Besonders Garnelen und Rogen (Fischeier) funktionieren bei Hitze. Hier solltest einfach ausprobieren, was in deinem Gewässer am besten funktioniert.

Aalangeln im Herbst (September, Oktober & November)

Sobald es wieder kälter wird, verändert sich auch das Beißverhalten der Aale. Gerade im Herbst, also im September, Oktober und November sind die Bedingungen andere als noch im Sommer.

Die Temperaturen sinken, die ersten Blätter fallen in den See und das Wasser wird wieder kühler.

Aalangeln im Herbst Squantz See

Auch im Herbst gibt es Aale im See

Worauf du achten musst um auch im Herbst erfolgreich zu sein, erfährst du im Nachfolgenden. Denn das Schöne ist, dass du meistens weniger Aal an Land holst, aber dafür kapitalere Exemplare.

Standorte im Herbst

Im Herbst findet man die Aale vor allem an den folgenden Orten:

  • Hindernisse
  • Spundwänden
  • Flussrinnen in der Flussmitte (bester Spot)
  • Löchern
  • Strömungskanten
  • vor Wehren

Vor allem die Flussaale haben sich allerdings jetzt (im Herbst) soweit vollgefressen, dass sie für ihre große Laichwanderung (siehe Aal Fortpflanzung) in die Saragossasee (Meeresgeibet im Atlantik östlich von dem amerikanischen Staat Florida) bereit sind.

Dennoch nehmen sie den ein oder anderen „Happen“ gerne mit. Hierzu zählen bspw. auch Würmer.

Die richtige Ausrüstung

Sofern du mit einem Bleigewicht arbeitest, solltest du dieses genau abstimmen.

Denn, wenn sich der Aal einen vorbeischwimmenden Wurm in der Rinne der Flussmitte „schnappt“, ist es wichtig, dass der Köder erstmal mitwandert.

Sonst schöpft der Aal beim kleinsten Anbiss verdacht und lässt ihn sofort wieder los. Aber er muss auch so schwer sein, dass das Gewicht von der Strömung nicht mitgerissen wird.

Für uns haben sich 50 bis 100 g als ideal herausgestellt.

Verwenden solltest du ohnehin ein langes Vorfach (1 bis 3 m). Dadurch wird die natürliche Bewegung des Köders zusätzlich begünstigt.

Für die Angelschnur eignet sich eine 0,35 mm monofile Angelschnur. Als Angelrute solltest du eine einfache Brandungsrute nehmen mit einer normalen Freilaufrolle.

Aalköder im Herbst

Ähnlich wie im Sommer ist auch im Herbst der Tauwurm sehr beliebt – ohne künstliche Zusatzstoffe.

Zusätzlich macht es Sinn direkt mehrere Würmer auf einmal anzubieten. Wurmbündel sind beim Aal sehr beliebt und locken natürlich auch andere Fische an (die evtl. beim Aal auf dem Speiseplan stehen).

2 bis 3 Tauwürmer sollten dabei vollkommen ausreichen.

Achte darauf, dass die Würmer möglichst „frisch“ sind. Sehr bewegliche Würmer sind für den Aal deutlich attraktiver.

Was ist sonst noch zu beachten?

Im Herbst, also im September, Oktober und November wird der Aal zum Blankaal.

Dadurch werden die Augen größer und er verändert die Farbe (von Schwarz zu Silber). Außerdem stellt er das Fressen immer mehr ein. Er ernährt sich dann vor allem von seinen eigenen Fettreserven.

Dennoch ist er immer noch aktiv und kann geangelt werden.

Video zum Aalangeln im November

Nachfolgend noch ein interessantes Video. Es ist relativ kurz und geht gerade mal 9 Minuten. Schau es dir daher auf jeden Fall einfach mal an:

Aalangeln im Winter (Dezember, Januar & Februar)

Die kälteste Zeit im Jahr ist definitiv der Winter. Also die Monate Dezember, Januar und Februar stellen die meisten Angler vor ganz besondere Voraussetzungen.

Denn oftmals ist der See zugefroren, die Luft sehr kalt und die Beißlaune im Keller. Der Aal hält nämlich in dieser Zeit normalerweise Winterruhe und versteckt sich, zusammen mit seinen Artgenossen, in „Unterständen“ und Löchern.

Diese Löcher zu finden stellt viele Aalangler allerdings vor echte Herausforderungen, wenn man diese nicht aus eigener Erfahrung her kennt. Vor allem im Fluss sind die Bedingungen nochmal wesentlich schwerer.

Dennoch kannst du mit einigen Tipps Aale an Land ziehen, wenn du weißt worauf du achten musst.

Worauf solltest du achten?

Im Winter werden einige Flüsse und Seen mit warmen Wasser aus Kraftwerken und Fabriken eingespeist. Wenn du eine solche Stelle findest, hast du bessere Chancen auf einen Aal.

Finnland Oulo See Kraftwerk warmes Wasser Aalangeln im Winter

Achte im Winter auf Warmwasser-Einspeisungen: Ein gutes Zeichen ist, wenn der See nicht gefroren ist an dieser Stelle

Denn jetzt kann es sein, dass sie ihre Löcher verlassen und wieder aktiver werden. Wenn du eine solche Stelle gefunden hast, solltest du folgende Köder ausprobieren:

  • Käse
  • Tauwurm
  • Rotaugen

Ansonsten wird es wirklich schwieriger im Winter auf Aal erfolgreich zu sein. Wir empfehlen dir insbesondere im Winter das Helikopter-Rig (Vorfach), welches auch auf dieser Seite erklärt wurde zu verwenden.

Aal Schonzeit und Mindestmaß

Da in den jeweiligen Bundesländern eine unterschiedliche Aal Schonzeit und Aal Mindestmaß vorliegen, werden diese nachfolgend für das Aalangeln aufgeführt.

Wenn du die Tabelle mit einem Smartphone betrachtest, halte dein Smartphone quer für eine bessere Ansicht:

BundeslandMindestmaßSchonzeiten
Baden-Württemberg (BW)
gesonderte Bestimmungen für den Rhein und Neckarganzjährige Schonzeit
Bayern (BY)
50 cmkeine
Berlin (BE)50 cmkeine
Brandenburg (BB)
50 cmkeine
Bremen (HB)
45 cmkeine
Hamburg (HH)45 cmkeine
Hessen (HE)
50 cm01.10. - 01.03.
Mecklenburg-Vorpommern (MV)
Binnen: 50 cm, Küste: 50 cmBinnen: 01.12 bis 28.02, Küste: 01.12 bis 28.02
Niedersachsen (NI)
Binnen: 30 cm, Küste: 45 cmBinnen: keine, Küste: keine
Nordrhein-Westfalen (NRW)50 cm01.10. - 01.03. im Rheinhauptstrom ohne Nebengewässer
Rheinland-Pfalz (RP)
50 cm (mehr Infos hier.keine
Saarland (SL)
50 cmkeine
Sachsen (SN)
50 cmkeine
Sachsen-Anhalt (ST)
50 cmkeine
Schleswig-Holstein (SH)Binnen: 45 cm, Küste: 45 cmBinnen: keine, Küste: keine
Thüringen (TH)45 cmkeine

Schonzeit für das Aalangeln im Rheinhauptstrom in NRW (ohne Nebengewässer) ist vom 01. Oktober – 01. März angesetzt. In den übrigen Gewässern gibt es keine Aal Schonzeit.

Fazit und Schlussworte

Wer wirklich auf Aal erfolgreich sein will kommt um die Betrachtung der richtigen Ausrüstung, der richtigen Gewässer + Standorte sowie dem richtigen Zeitpunkt (siehe Jahreszeiten) nicht herum.




(Anzeige)

Nur, wenn du alle Einflussfaktoren berücksichtigst und diese aufeinander abstimmt, erhöhst du deine Erfolgschancen einen kapitalen Aal an Land zu ziehen. Daher ist der Guide für Anfänger und Fortgeschrittene auch so umfangreich geworden um möglichst alle Aspekte tiefgreifend zu berücksichtigen.

Wir hoffen, dass wir dir so helfen konnten, dass dein nächster Aal-Ansitz ein voller Erfolg wird.

Dein handangeln.de Team

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