Auftreibende Montage f. Forelle & Hecht: top 3 [Köderfisch, Bodentaster…]

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Die auftreibende Montage wird an vielen Forellenseen verwendet, um Forellen zu überlisten. Dabei werden sich Köderfischen, Bodentastern und Posen bedient. Allerdings kann sie auch beim Hechtangeln systematisch eingesetzt werden.

Wir zeigen dir in diesem Artikel, welche Vorteile die Angelmontage hat, wie du sie am besten verwendest und welche Köder in Frage kommen.

Das soll dir helfen die Montage schnell nachzubauen.

Übrigens: Wenn du stets die richtige Montage griffbereit haben willst, dann empfehlen wir dir auch unser Buch „die besten Angelmontagen„. Hier findest du eine Fülle von Montagen, stets für das richtige Einsatzgebiet.

Was ist eine auftreibende (Grund-) Montage?

Eine auftreibende Grundmontage ist eine Montage, die eingesetzt wird, um den Köder nicht direkt auf dem Grund anzubieten. Dadurch können Hindernisse wie bspw. Kraut mühelos überwunden werden.

Mit der auftreibenden Montage kann der Köder dem jeweiligen Zielfisch (vor allem Forellen, aber auch Hechte) schmackhaft im Mittelwasser angeboten werden. Weiterführende auftreibende Montage findest du außerdem in unserem Artikel zur Bodentastermontage.

Warum braucht man diese Montage überhaupt?

Die auftreibende Montage ist deshalb beim Forellenangeln so beliebt weil sich die Forellen vor allem im Sommer und im frühen Herbst im sog. Mittelwasser aufhalten.

Und genau für diesen Bereich kann die auftreibende Montage sehr gut eingesetzt werden. Aber auch im Winter stehen Sie knapp über dem Grund. Daher wird diese Montage häufig ganzjährig zum Grundangeln eingesetzt.

Beim Mittelwasser handelt es sich über die, über einen längeren Zeitraum gemittelte Höhe des Wasserspiegels (egal ob in einem Fluss oder einem See).

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Niedrigwasser Mittelwasser Hochwasser
Auftreibende Montagen sind vor allem sehr gut im Mittelwasser einsetzbar

Dafür wird der Durchschnitt aus Hoch- und Niedrigwasser verwendet und über einen längeren Zeitraum (häufig mehrere Jahre) in Betracht gezogen.

Die Formel dazu lautet:

MW = 0,5·Summe (Hochwasser + Niedrigwasser) / Zahl der Jahre

Dabei werden auch sog. Schneeschmelzen und Niederschläge berücksichtigt. Wir meinen damit vor allem den unabhängig von Hoch- und Niedrigwasser mittleren Bereich in dem jeweiligen Gewässer.

Das macht die Montage sehr interessant für Angler die ganzjährig Forellen angeln wollen. Aber auch Hechtangler werden auftreibend auf ihre Kosten kommen.

Wieso sollte man einen Bodentaster statt einem Grundblei verwenden?

Sehr häufig werden auch Bodentaster statt einem Grundblei verwendet. Ein wesentlicher Vorteil am Bodentaster ist, dass er nahezu immer aufrecht auf dem Gewässergrund steht.

Durch den auftreibenden Effekt wiegt ein Bodentaster, der normalerweise 10 g wiegt, unter Wasser lediglich 2,5 g. Das hat den Vorteil, dass dieser nicht einfach im Schlamm versinkt. Ein Grundblei hingegen sehr häufig schon.

Die Schnur ist dadurch stets frei beweglich in der Öse für den Schnurlauf. Dadurch kann die Montage generell effizienter eingesetzt werden. Wir stellen dir hier aber auch eine Montage mit einem typischen Blei zum Hechtangeln vor.

Welche Köder sind die Besten?

Mit nachfolgenden Ködern haben wir beim Forellenangeln und Hecht fischen sehr gute Erfahrung gemacht:

  • Forellenteig (auftreibende Paste verwenden für Forellen)
  • Bienenmaden (mit Auftriebskörper für Forellen)
  • Rogen (Bodentaster für Forellen)
  • kleine Würmer (Bodentaster für Forellen)
  • Bienenmaden (Bodentaster für Forellen)
  • Maden (Bodentaster für Forellen)
  • Köderfische (ggfs. mit Styropor, Bait Popper oder einer Pilotkugel für Hechte)

Wichtig ist, dass du darauf achtest, dass der Auftrieb den jeweiligen Köder auch wirklich vom Gewässergrund aus auftreiben lässt.

1. Auftreibende Montage mit Pose (Tiroler Hölzl für Forellen)

Die erste Montage, die wir euch vorstellen wollen, wird kurz über dem Grund angeboten. Bei dem aufsteigenden Köder, den wir verwendet haben, handelt es sich um Forellenteig. Mit ein wenig Styropor kannst du aber auch Würmer oder Maden zum Auftreiben bringen.

Mit dem kleinen Blei (am besten Bleischrot verwenden) regulierst du den Abstand zum Grund. Wir positionieren das Blei dafür an unterschiedlichen Stellen auf dem Vorfach, um die verschiedenen Schichten in dem jeweiligen Gewässer abzusuchen.

In der Regel verschieben wir es alle 15 Minuten beim Ansitz.

Materialien / Ausrüstung die du benötigst

Nachfolgend noch eine Auflistung der Materialien die du für den Aufbau brauchst:

  • Hauptschnur: 10,15 bis 0,22 mm (monofil z.B. von AnzeigeSeaknight)
  • Running Boom oder Anti-Tangle-Boom (von AnzeigeBehr)
  • Tiroler Hölzl (14 bis 18 g z.B. von AnzeigePaladin)
  • Gummiperle (von AnzeigeCroch)
  • Wirbel (als Set von AnzeigeStörte)
  • Vorfach (Vorfachlänge: 50 bis 150 cm, Schnurstärke: 0,11 bis 0,18 mm monofil)
  • Bleischrot (wir empfehlen Anzeigedieses von Zebco)
  • Angelhaken (10er bis 12er – Forellenhaken – anzupassen an die zu erwartende Forelle z.B. von AnzeigePaladin)
  • Köder: Forellenteig (z.B. von AnzeigeBerkley)

Mehr brauchst du in der Regel nicht am Angelsee (natürlich noch Rute etc.)

Anleitung zum Aufbau der Montage

Die nachfolgende Illustration veranschaulicht dir den kompletten Aufbau der auftreibenden Montage mit Pose:

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Auftreibende Montage Pose Grundmontage mit Tiroler Hölzl
Eine einfache Grundmontage mit Tiroler Hölzl


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Als erstes fädelst du den Running– oder Anti Tangle Boom auf die Hauptschnur ein. Anschließend wird das Tiroler Hölzl eingehangen.

Damit das Hölzl nicht das Vorfach beim Auswurf abreist, ist noch eine kleine Perle anzubringen. Direkt darauf folgt ein Wirbel und das Vorfach für die auftreibende Montage.

Im Vorfach selber befestigst du anschließend ein Bleischrot um den Abstand zum Boden zu variieren. An das Vorfach wird nun der Haken mit dem auftreibendem Forellenteig angeknotet.

Beim Auswerfen musst du vorsichtig sein, aber in der Regel steht alles anschließend so wie es sein soll.

2. Auftreibende Montage mit Bodentaster (für Forellen)

Eine auftreibende Montage mit Bodentaster ist eine typische Grundmontage die an vielen Forellenteichen und Forellenseen verwendet wird. Immer mehr Angler versuchen sich nämlich im Umgang mit dem Bodentaster.

Hiermit erreichst du sie kurz über dem Grund wo sie sehr häufig (vor allem im Winter stehen). Sie lässt sich außerdem mit wenigen Handgriffen relativ einfach zusammenbauen.

Geübte Angler werden in der Regel weniger als 5 Minuten benötigen.

Materialien die du benötigst

Nachfolgend noch eine Auflistung der Materialien die du für den Aufbau brauchst:

Weitere Materialien werden in der Regel nicht benötigt

Anleitung zum Aufbau der Montage

Die nachfolgende Illustration veranschaulicht dir den kompletten Aufbau der der auftreibenden Montage mit Bodentaster für den Forellenteich:

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Auftreibende Montage mit Bodentaster
Die auftreibende Montage mit Montage

Um sie zu montieren, fädelst du zunächst den Bodentaster durch die Hauptschnur. Anschließend folgt eine Stopperperle um ein zu tiefes „Verrutschen“ des Bodentasters zu verhindern.

Hierdurch variierst du auch wie hoch der Köder (Forellenteig) aufsteigen soll. Bei Bedarf kannst du auch hier wieder ein kleines Schrotblei verwenden. So kannst du den Abstand mit der Zeit ein wenig variieren. Um den Grund „abzusuchen“ solltest du das Schrotblei alle 15 Minuten verschieben.

Durch ein zusätzliches Blei schöpft die Forelle beim Abziehen außerdem weniger Verdacht.

3. Auftreibende Köderfisch Montage (für Hechte)

Als letztes wollen wir dir die auftreibende Köderfisch Montage vorstellen. Die Montage mit Baitpopper verhindert, dass sich der Köder im Kraut verfängt. Denn sie ist vor allem dann von Vorteil, wenn der Untergrund viel Kraut und Schlamm enthält.

Besonders gut funktionieren auffällige Farben wie Rot oder Orange. Außerdem eignet sie sich sehr gut für Hechte zum Hechtangeln. Denn Hechte reagieren sehr gut darauf, wenn dem toten Köderfisch zu etwas mehr Auftrieb verholfen wird und sie dadurch mehr auffallen.

Das Schöne ist, dass man den Bait Popper immer wieder verwenden kann. Daher ist diese Montage eine unserer liebsten Montagen.

Materialien die du benötigst

Nachfolgend noch eine Auflistung der Materialien die du für den Aufbau brauchst:

  • Stahlvorfach von AnzeigeFrambay zum Raubfischangeln
  • Bait Popper (verleiht den nötigen Auftrieb z.B. von AnzeigeFox Rage Predator)
  • Perle
  • (Karabiner-) Wirbel (z.B. dieses AnzeigeWirbelset)
  • Haken: 2 Drillinge von AnzeigeGamakatsu Größe 1/0 bis 5/0
  • Wirbelblei: 1 Stück ca. 30 g von AnzeigeAngel Berger
  • Klemmhülsen
  • Köder: halbe Makrele (Köderfisch / Köfi)

Das reicht in der Regel schon an Materialien du du benötigst.

Anleitung zum Aufbau der Montage

Die nachfolgende Illustration veranschaulicht dir den kompletten Aufbau der der auftreibenden Montage mit Köderfisch:

 

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Auftreibendem Köderfisch Montage
Eine auftreibende Montage mit Köderfisch

Zunächst fixierst du das Wirbelblei mit zwei Perlen damit dieses nicht auf der Hauptschnur verrutscht. Nun folgt der Wirbel mit dem Stahlvorfach. Auf diesem befestigst du die beiden Drillinge mit Hilfe von 2 Klemmhülsen.

Das Ende vom Stahlvorfach solltest du ca. 10 bis 15 cm überstehen lassen. Jetzt folgt die Auftriebskugel, welche du mit einer Ködernadel fixieren kannst.

Wähle den Abstand groß genug damit auch wirklich nur der Köderfisch vom Hecht geschluckt wird.

Fazit zur auftreibenden Montage

Eine auftreibende Montage hat den wesentlichen Vorteil, dass der Köder besser am Forellensee präsentiert werden kann.

Vor allem mit einem Bodentaster kann die Schnur immer problemlos geführt werden und es kommt nicht zum sog. Schnurdrall oder Verknotungen. Insbesondere beim Forellenangeln ist diese Montage sehr beliebt. Außerdem findest nachfolgend auch noch weitere Forellenmontagen.

Was hast du für Erfahrung mit der auftreibenden Montage gemacht? Wir freuen uns über deinen Kommentar.

Dein handangeln.de Team




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2 Responses

  1. Thorsten
    | Antworten

    Hallo,

    ist es auch möglich bei der Hechtmontage nur einen Drilling zu verwenden?

    Gruß

    Thorsten

    • handangeln.de
      | Antworten

      Hi,

      wir raten dir grundsätzlich dazu zwei zu verwenden um die Stabilität vom Köderfisch zu gewährleisten.

      VG

      dein handangeln.de Team

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