Feststellposen Montage – einfache Anleitung mit 6 Tipps

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Eine Feststellposen Montage zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass die Pose fixiert wird (bspw. durch ein Gummi oder direkt in der Pose).
Daher wird diese Montage häufig bei kürzeren Vorfächern verwendet. So zum Beispiel beim Stippangeln, bei der Bolognese Montage oder einer einfachen Kopfrute.

In dem nachfolgenden Artikel wollen wir dir daher genau zeigen worauf es bei dieser Montage ankommt und worauf du unbedingt achten musst.

Unsere 6 Tipps sollen dir bei der Auswahl der richtigen Tragkraft, der besten Posenform, den zu verwendenden Materialien, dem Aufbau der Montage und der Führung helfen dich schnell zurechtzufinden.

Und jetzt wünschen wir dir viel Spaß beim Lesen des Artikels. Übrigens: Mit unserem Buch „die besten Angelmontagen“ hast du jederzeit die richtige Montage zur Hand.

Was ist eine Feststellposen Montage?

Eine Feststellpose Montage ist eine bestimmte Angeltechnik mit einem feststehenden Schwimmer (Pose) zur Überlistung von Fried- und Raubfischen.

Dabei können die Posen in der Regel in Still- und Fließgewässern wie im See, im Fluss aber auch im Kanal sowie im Meer eingesetzt werden. Sie gibt es normalerweise in unterschiedlichen Größen mit verschiedenen Tragkräften. Zum Beispiel:

  • 2,2 g
  • 3 g
  • 4,8 g
  • 6,5 g
  • 7,5 g
  • 10 g

Eine Sonderform sind dabei Kork-Posen, die für eine hohe Schwimmfähigkeit sorgen. Nachfolgend eine einfache Feststellpose damit du sie dir besser vorstellen kannst:

Feststellpose Darstellung grün orange gelb
Eine einfache Feststellpose

Feststellposen sind dabei an der (Haupt-) Schnur fixiert. Das verhindert, dass Köder und Pose miteinander in Berührung kommen.

In der Regel lassen sie sich trotzdem auf der Angelschnur hin und her verschieben. Durch natürliche Einwirkung (wie bspw. der Strömung) ist dies allerdings nicht möglich. So kannst du durch die unterschiedlichen Positionierungen den Angelköder in unterschiedlichen Tiefen anbieten.

Gerade, wenn man die Fische noch sucht bzw. den optimalen Standort noch nicht gefunden hat, kann man so die unterschiedlichen Gewässertiefen einfach bis zum Grund ausloten.


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Dadurch bleibst du sehr flexibel.

1. Tipp: Laufpose oder Feststellpose?

Unterschieden werden beim Posenangeln grundsätzlich eine Laufpose und eine Feststellpose voneinander. Eine Laufpose hat die Eigenschaft, dass sie frei auf der Hauptschnur gleiten kann und dort keinen festen fixierten Punkt aufweist. Laufposen werden vor allem für sehr tiefe Stellen benötigt. Dabei ist die Strömung in der Regel sehr schwach.

Daher wird sie nahezu nur am See und stehenden Gewässern eingesetzt. Eine Feststellpose hingegen ist dagegen auch für fließende Gewässer einsetzbar (und natürlich für Teiche und typische Seen). Denn sie wird auf der Hauptschnur fixiert wodurch die Tiefeneinstellung komplett begrenzt ist.

Der Vorteil der Feststellpose ist, dass Bisse wesentlich besser und genauer angezeigt werden. Daher lässt sie sich auch unmittelbar direkt in der Strömung einsetzen.

Sofern die Gewässertiefe es ermöglicht, solltest du daher eine Feststellpose verwenden. Vor alle dann, wenn das Wasser grundsätzlich nicht so tief ist. Wenn es sich hingegen um ein tiefes Gewässer handelt ist eine Laufpose zu wählen.

Das nachfolgende sehr lehrreiches Video zur Lauf- & Feststellpose zeigt anhand welcher Kriterien du die unterschiedlichen Posen auswählen solltest:

2. Tipp: Die richtige Tragkraft wählen

Da jede Pose über eine bestimmte Tragkraft verfügt, muss diese auf die Ködergröße angepasst werden. Ansonsten herrscht ein Ungleichgewicht und der Schwimmer geht einfach unter.

Die nachfolgende Übersicht soll dir einen ungefähren Überblick über das Verhältnis von Köder zur Posentragkraft geben:

  • Maden & kleine Würmer: 1 g bis 4 g Tragkraft
  • kleine Köderfische & Tauwürmer: 5 bis 15 g Tragkraft

Wir empfehlen daher deine Pose immer auf den jeweiligen Köder auszurichten. Es macht außerdem Sinn immer mehrere Posen als Set dabei zu haben. dadurch bleibst du flexibel, wenn die Fische am Anfang auf den ersten Köder nicht sofort „anspringen“.

Ein hochwertiges Posen Set gibt es Anzeigebspw. von Angel Berger.

3. Tipp: Die richtige Posenform

Eine weitere wichtige Eigenschaft ist die richtige Posenform. Denn je nachdem welche Form du auswählst wird die Tragkraft und der Wasserwiderstand beeinflusst.

Prinzipiell solltest du die Form von den folgenden Gewässerstrukturen abhängig machen:

  • fließende Gewässer mit Strömung: bauchige runde Feststellposen (langer Stiel)
  • stehende Gewässer sowie ruhige Flüsse: dünne und lange Posen mit unauffälligen Farben

Auf dem nachfolgenden Bild kannst du einige solcher dünnen Posen in einem stillen und stehenden Gewässer sehen:

Illustration Feststellposen Montage
Eine dünne Feststellpose in einem ruhigen Gewässer

Prinzipiell solltest du dich bei Posen eher an unauffälligen Modellen, soweit möglich, orientieren. Weitere Informationen zum Schwimmer(oder auch Tucke genannt), findest du auch bei Wikipedia.

4. Tipp: Die Materialien die du für die Angelmontage benötigst

Wenn du dich nun für deinen Zielfisch und das jeweilige Gewässer entschieden hast, findest du nachfolgend die Materialien für eine einfach Posenmontage zum Forellenangeln am Forellensee oder dem Fluss:

  • Feststellpose (5 g – gibt es hier als komplettes AnzeigeSet)
  • Hauptschnur (0,12 mm im Durchmesser und sollte geflochten sein – gibt es beim AnzeigeAngelplatz)
  • Ghost-Glas Körper (Glasgewicht: ca. 4 g Anzeigemit Quantum haben wir sehr gute Erfahrung gemacht)
  • Gummiperle / Stopperperle / Gummistopper
  • (Karabiner-) Wirbel (z.B. Anzeigeals Set von der Marke Störte)
  • Grinner-Knoten (mehr zu den einzelnen Knoten erfährst du auch in unserem Buch „die besten Angelknoten„)
  • 70 cm Vorfach (0,20 mm im Durchmesser- am besten solltest du Fluorocarbon von AnzeigeShimano wählen)
  • Haken (Größe 8 bis 10 – wir empfehlen die Marke AnzeigePaladin)
  • Forellenköder: Naturköder wie Tauwürmer oder einfacher Forellenteig

Natürlich brauchst du zusätzlich noch eine vernünftige Forellenrute und eine passende Rolle in deiner Ausrüstung. Denn auch die Rute kann zum Erfolg oder Misserfolg beitragen bspw, wenn diese zu dünn oder zu klein gewählt wurde.

Weitere Modelle, neben dem für Forelle, für verschiedene Zielfische findest du auch in unserem großen Artikel zu den Posenmontagen zu Hecht, Zander, Karpfen, Aal, Wels und Schleie.

5. Tipp: Wie du beim Aufbau am einfachsten vorgehst

Die nachfolgende Illustration veranschaulicht dir den Aufbau einer einfachen Feststellposen Montage:

Illustration Feststellposen Montage Forelle
Eine einfache Feststellposen Montage für Forellen mit Ghost Glaskörper

Als erstes ziehst du die 5 g schwere Feststellpose auf die geflochtene Hauptschnur. Diese sollte ca. 0,12 mm dick sein. Anschließend platzierst du den 4 g schweren Ghost zusätzlich auf der Hauptschnur (übrigens findest du weitere Ghost Montagen hier).

Jetzt platzierst du einen weiteren Stopper auf der Hauptschnur. Am Ende knotest du einen 3-fach Wirbel an die Hauptschnur. Dieser sorgt dafür, dass es nicht so schnell zu Verwicklungen beim Auswerfen kommt. das kann dir später Zeit und Ärger ersparen.

An den Wirbel wird außerdem ein Fluorocarbon Vorfach mit einer Stärke von 0,20 mm geknotet. Dieses sollte je nach Gewässertiefe ca. 70 cm lang sein.

Ans Ende kommt nun ein Forellenhaken der Größe 8 bis 10.

Für die 5 g schwere Pose eignet sich ein Tauwurm in der Regel als Futter am besten.

6. Tipp: Die richtige Führung der Angelmontage

Wenn die Feststellpose erstmal ausgeworfen ist, bleibt sie in der Regel erstmal im Wasser stehen. Die einzige Bewegung, die sie dabei erfährt, ist in der Regel durch die Strömung im Fluss sowie den natürlichen Bewegungen vom Wasser im See nach dem Werfen

Dadurch ist das Angeln mit der Pose in der Regle sehr entspannend. Es empfiehlt sich zusätzlich einen Bissanzeiger zu verwenden.

Dadurch wirst du direkt darauf aufmerksam gemacht, wenn es zu einem Anbiss gekommen ist. So musst du nicht stundenlang die Pose im Auge behalten.

Du kannst sie aber auch beim Stippen einsetzen. Dabei kommen ihr hier die flexiblen Einstellungsmöglichkeiten genau entgegen damit die Zielfische ausfindig gemacht werden können.

Fazit zur Feststellposen Montage

Eine Feststellpose kann in ruhigen aber auch in strömenden Gewässern eingesetzt werden. Dabei ist ein wesentlicher Vorteil, dass die unterschiedlichen Gewässertiefen ausgelotet werden können um den Zielfisch so gezielt zu überlisten.

Ganz gleich ob Forelle, Hecht, Zander, Karpfen, Aal, Wels oder Schleie. Wir verwenden die Feststellposenmontage regelmäßig. Eine Alternative ist für viele auch die Sbirolino Montage oder auch die Montage mit Wasserkugel.

Was hast du für Erfahrungen mit der Feststellpose machen können? Wir freuen uns über deinen Kommentar unter diesem Beitrag.

Dein handangeln.de Team

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2 Responses

  1. Anton
    | Antworten

    Hallo,

    super Beitrag zur Feststellpose – wie immer. Sehr ausführlich, detailliert, aber dennoch auf den Punkt gebracht. Habe euch bei Facebook abonniert.

    LG

    Anton

    • handangeln.de
      | Antworten

      Hallo Anton,

      super, danke :) Ja, auf Facebook wirst du direkt informiert, sobald es neue Beiträge gibt.

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